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Ausrüstung : Eigenes Boot für die DLRG-Jugend

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ortsgruppe bekommt nach mehr als zehn Jahren wieder ein eigenes Wasserfahrzeug für Ausbildung und Einsatz.

„Wer Dienst am Nächsten tut und auch Menschenleben retten will, muss vernünftig ausgerüstet sein.“ Deshalb kam Kreispräsident Peter Labendowicz gern in den Suder Hafen, als die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) ihr neues Boot „Nivea 128“ taufte.

Damit, so Ortsvorsitzender Sven Rapillus, knüpfe die DLRG an eine 10 bis 15 Jahre zurückliegende Zeit an, als schon einmal so eine umfangreiche Ausrüstung inklusive Boot vorhanden gewesen war. Weil diese nicht so vielfältig genutzt werden konnte, sei abgerüstet worden. Doch nun gebe es bei der Itzehoer DLRG-Jugend rund 400 Nachwuchsretter, sie werden die Hauptnutzer des vier Meter langen Kunststoffbootes. Deshalb übernahm das Jugendeinsatzteam auch die Taufe: „Sie sind unsere Zukunft“, erklärte Nico Scheerer, Technischer Leiter Einsatz. Jetzt könne die Schulung mit Boot, die zur Grundausbildung gehört, mit eigenem Gerät erfolgen. Zudem soll das Boot für die Jugend als Transportmittel bei Tagesausflügen und Freizeiten dienen. Und der Hochwasser-Einsatz in Lüneburg im Jahr 2013 habe gezeigt, dass die Ausrüstung nicht optimal war.

Die „Nivea 128“ sei „schon sehr speziell“, erklärte Sven Rapillus. Das Boot ist aus Vollkunststoff und somit praktisch unsinkbar. Rollen am Rumpf ermöglichen einen Transport auch in flachem Wasser. Mit einer Breite von rund 1,60 Metern sei es gut geeignet, um auch in engen Gassen zu fahren. Das knapp 11 000 Euro teure Rettungsgerät wurde zu rund einem Drittel von der Firma Beiersdorf finanziert, daher der Name „Nivea 128“. Weitere Mittel kamen von der Stadt, dem DLRG-Landesverband und dem Itzehoer Ortsverband.

Mit dem Boot wolle die DLRG Itzehoe zum einen die Mitglieder im Katastrophenschutz weiter ausbilden und so für mehr Sicherheit sorgen, sagte Rapillus. Zudem sollten die Mitglieder nach dem Einsatz in der Jugend mehr Perspektiven haben. Und schließlich sei das Boot für die Rettung bei Katastropheneinsätzen optimal gebaut.

Sarah Grümmer aus der Jugendgruppe durfte die „Nivea 128“ symbolisch mit Sekt übergießen. Seit ihrem Seepferdchen-Abzeichen ist die 13-Jährige dabei, durch das Boot hofft sie „zu lernen, wie man damit umgeht, wenn man im Notfall ran muss“. Tags darauf durfte das Jugendeinsatzteam der Anfangsjahre 2012/13 das neue Rettungsgerät zum ersten Mal testen. Vom Gelände der Itzehoer Wasserwanderer ging es los für ein paar Proberunden. Nico Scheerer als Leiter der Jugendgruppe war zufrieden: „Wir müssen das Boot noch einfahren, aber es läuft wirklich super!“

 

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