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Norddeutsche Rundschau

21. August 2017 | 07:22 Uhr

auszeichnung : Ehrung für Stör-Retter

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Stör soll wieder angesiedelt werden. Dafür bekommt die Gesellschaft zur Rettung des Störs eine Auszeichnung. Und die Besatzaktionen gehen weiter.

Eine halbe Million Störe wurden seit 2006 in der Oderregion ausgewildert. Seit 2008 gibt es Besatzaktionen in den Nebenflüssen der Elbe, auch in der Stör. Nun sind die Gesellschaft zur Rettung des Störs und seine Partner, darunter das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin, ein weiteres Mal ausgezeichnet worden. Eine Fachjury wählte das Stör-Projekt als Beispielprojekt für die UN-Dekade zur Biologischen Vielfalt aus.

Dr. Elsa Nickel vom Bundesumweltministerium überreichte die Auszeichnung gestern im brandenburgischen Burg Lenzen an der Elbe. Vor fünf Jahren fand dort der Erstbesatz im Elbegebiet statt, mit weiteren 1000 Stören wurde gestern die Marke von 10 000 Fischen erreicht. „30 Jahre lang fehlte der Stör in Deutschland – nun wird er wieder eingebürgert“, sagte Elsa Nickel. „Dieser einzigartige Wanderfisch soll wieder durch unsere Flüsse und angrenzenden Meere schwimmen und eine Heimat finden.“ Als lebendes Fossil solle das Tier für nachfolgende Generationen wieder als ein Teil der Evolutionskette zu bewundern sein.

Störe sollen in Ost- und Nordsee sowie ihren Zuflüssen wieder angesiedelt werden. Untersuchungen zur Nutzung des Lebensraums und zum Wanderverhalten begleiten den Besatz. Das Ziel: Sich selbstständig fortpflanzende Störbestände sollen aufgebaut und natürliche Wanderbewegungen ermöglicht werden. Dr. Henning von Nordheim vom Bundesamt für Naturschutz würdigte das Projekt als „vorbildliches Beispiel für eine sehr gut begleitete Wiedereinbürgerung“.

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erstellt am 26.Sep.2013 | 17:00 Uhr

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