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Glückstadt : Ehrenvorsitz für Rüdiger Bruchmann

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Tennisverein wählt Thomas Kenntemich zum neuen Vereinschef. Jugendarbeit soll intensiviert werden.

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erstellt am 02.Mär.2016 | 17:00 Uhr

Thomas Kenntemich ist neuer Vorsitzender des Tennisvereins. Der 57-jährige Glückstädter ist Nachfolger von Rüdiger Bruchmann, der das Amt nach 15 Jahren aufgab. Bruchmann wurde für sein herausragendes Engagement zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Wie harmonisch der Verein unter seiner Leitung geworden ist, zeigten die Abstimmungsergebnisse, die alle einstimmig waren.

Und mit Thomas Kenntemich bekommt er einen Nachfolger, der leiten will. Dies zeigte sich, als er sich den Mitgliedern vorstellte. „Ja, ich stehe zur Verfügung.“ Das Amt zu übernehmen sei auch ein Dankeschön dafür, dass er vor zwölf Jahren „super aufgenommen“ wurde. „Ich gebe jetzt etwas zurück.“ Es ginge mit ihm aber nur, wenn es einen guten Vorstand gebe. „Das A und O ist die Teamarbeit.“ Und er setze auf den Erfolgsfaktor Jugendarbeit. Als perspektivische Entscheidungen nannte der Glückstädter den Ausbau des Vereinsheimes und eine Tennishalle. Er wollte traditionsbewusst, aber modern führen.

Den von ihm gewünschten Vorstand bekam Kenntemich: In Abwesenheit wurde Fridtjof Steiner zum zweiten Vorsitzenden gewählt, Jörg Behrens zum ersten Anlagenwart, Dirk Pucknat zum zweiten Anlagenwart und Silke Schröder zur ersten Schriftführerin sowie Anja Mühle und Thorsten Marks zu Beisitzer. Zum Vorstand gehören weiterhin Gunter Gellert als Kassenwart, Klaus Schade als erster Sportwart sowie die Jugendwarte Dennis Marten und Inga Mumm.

Für ihre langjährige Zugehörigkeit im Vorstand wurden Horst Lembke, der nach 21 Jahren als Anlagenwart ausschied, sowie Schriftführer Frank Endemann geehrt. Letzterer bot an, eventuell später wieder Vorstandsarbeit leisten zu wollen.

Geehrt wurde auch Rüdiger Bruchmann für sein Wirken. Unter seiner Federführung durchlebte der Tennisverein eine Phase mit wichtigen Entscheidungen. Schon als zweiter Vorsitzender ab 2000 reifte bei ihm der Plan, den Tennisverein in die Selbstständigkeit zu führen. Bis 2007 war der Verein eine Sparte des ETSV Fortuna. Mit der Selbstständigkeit wurde die zu klein gewordene Bahnhofs-Tennisanlage aufgegeben und dafür die vereinseigene Anlage an der Nordmarkstraße weiter ausgebaut. Neu hinzu kamen unter seiner Regie die Trainingswand und zwei zusätzliche Plätze. Zudem wurde viel modernisiert. Heute ist die Anlage mit insgesamt acht Trainingsplätzen eine der größten Tennisanlagen der Region. Anders als bei vielen anderen Tennisvereinen sind die Mitgliederzahlen in Bruchmanns Zeit als Vorsitzender annähernd stabil geblieben. 14 Mannschaften kämpften im vergangenen Jahr um Erfolge, in diesem Jahr sind es 13. Eine Mannschaft spielt in der zweithöchsten deutschen Spielklasse, zwei weitere in der dritthöchsten Liga, der Landesliga Schleswig-Holstein. Bruchmann ist überzeugt davon, dass es mit den Erfolgen von Angelique Kerber es auch einen Aufschwung in der Region gibt. Erst kürzlich traf er ihren Trainer, Torben Beltz, der aus Itzehoe stammt. Und er bekannte, dass Tränen in den Augen hatte, als die Spielerin jüngst den Australian Open gewann.

Zudem soll das bereits vor einem Jahr begonnene intensive Kinder- und Jugendtraining – kostenlos bis zum zehnten Lebensjahr – weiter ausgebaut und den Talenten noch mehr Leistungsförderung angeboten werden. Aber auch das Vereinsleben soll mit gemeinsamen Veranstaltungen und Feierlichkeiten „lebendiger“ – und die Mitglieder noch häufiger in die Entscheidungsprozesse einbezogen werden.

Klaus Peters, zweiter Vorsitzender im Landesverband, schenkte Rüdiger Bruchmann und seiner Frau Petra zwei Karten für ein Tennisspiel in Hamburg am Rothenbaum. „Du warst ein Vorbild für mich“, sagte Peters zum neuen Ehrenvorsitzenden.

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