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Norddeutsche Rundschau

19. Oktober 2017 | 22:57 Uhr

Engagement : Ehrenpreis für verdiente Bürger

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Neujahrsempfang der Kirchengemeinde Brokstedt / Auszeichnungen für Michael Janssen und Werner Stieper

von
erstellt am 07.Jan.2016 | 09:56 Uhr

Michael Janssen aus Brokstedt und Werner Stieper aus Sarlhusen – beide ehrenamtlich aktiv – sind beim Neujahrsempfang der Kirchengemeinde Brokstedt für ihre Verdienste geehrt worden. Jede der sieben seit 1899 zum Kirchspiel Brokstedt gehörenden Gemeinden hatte dabei die Gelegenheit, jeweils ein Mitglied aus ihrer Mitte für besondere ehrenamtliche Leistungen auszuzeichnen. Seit sechs Jahren rufen Kirchengemeinde und Gemeinde Brokstedt zu dieser Ehrung auf.

Über vielfältige Vorschläge für den Ehrenbürger freute sich Brokstedts Bürgermeister Clemens Preine. „Wir meinen, du bist die richtige Person“, sagte Preine an Michael Janssen gewandt. Seit 2002 ist Janssen Wehrführer und hat in dieser Zeit die Wehr „auf die Zukunft ausgerichtet“. Mit ihm zusammen wurden ein neues Gerätehaus gebaut, die Jugendwehr gegründet und zwei Fahrzeuge angeschafft. „Feuerwehrdienst ist nicht selbstverständlich, sondern ein Ehrenamt“, betonte Preine. Die Palette reiche von der Tierrettung mit Katzen auf dem Baum über technische Hilfeleistungen bei Unfällen mit Auto und Bahn sowie Brandeinsätze bis hin zu Türöffnungen. Auch ortsübergreifend bei Hochwasser und Flüchtlingshilfe sei die Freiwillige Feuerwehr im Einsatz. Ebenso sei sie präsent beim Dorflauf, Laternelauf, Biikebrennen, Osterfeuer und auch Veranstaltungen auf der Speedwaybahn. „Wir brauchen die Jugend und die Damen. Es brennt nicht nur am Wochenende“, appellierte Preine und dankte Michael Janssen für seine Weitsicht und sein Engagement. Der Bürgermeister überreichte eine Urkunde, eine Trophäe und einen Blumenstrauß. Jansen freute sich sichtlich über die zuteil gewordene Ehrung, hob aber gleichzeitig hervor: „Ich mache das nicht alleine, ich habe viele gute Leute.“

Ernst Scheel aus Sarlhusen würdigte Werner Stieper, betonte aber zugleich, dass dieser zunächst gar nicht öffentlich geehrt werden wollte. Nur durch Beharrlichkeit und gutes Zureden war Werner Stieper erschienen. Ein „Kümmerer“, wie ihn Scheel beschrieb. Ein „stiller Drahtzieher in der Straße Hörn“, der einfach mal für andere die Hecke schneidet und ältere Mitbürger zum Einkaufen oder zum Arzt fährt. Einer, der sich nicht zu schade ist, die Straßengullys zu säubern und bei der Gelegenheit gleich „das „ganze Dorf ins Visier nimmt“. Einer, der sich von allein der Anpflanzung und Pflege des Rosengartens (zwischen Sarlhusen und Fitzbek) angenommen hat. Doch Werner Stieper war auch Jagd-Obertreiber, war jahrelang im Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr tätig und servierte dort „mit Würze und Korrektheit“ die Kassenberichte. Er war bei den Ringreitern, und „er gestaltet immer tolle Schilder und Banner“ für die Gemeindeaktivitäten. „Werner mokt dat schon, heißt es im Dorf. Wir brauchen mehr jung nachwachsende Leute wie Dich!“, betonte Scheel. Auch dessen Stellvertreter Uwe Schröder beschrieb Werner Stieper als „Vorbild in der Jugend-Feuerwehrarbeitt, er hat echt viel getan“. Gemeinsam überreichten die Gemeindechefs eine Urkunde und einen Umschlag an Werner Stieper.

Passend zum Ehrenamts-Würdigung hatte zuvor die Kirchenbeiratsvorsitzende Angelika Cornehls alle Gäste mit dem Monatsspruch begrüßt: „Gott hat uns nicht den Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ Sie dankte den Ehrenamtlern für deren Engagement, Verlässlichkeit und Uneigennützigkeit.

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