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Norddeutsche Rundschau

23. August 2017 | 19:36 Uhr

Ehrennadel für die Ethik-Freunde

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Es ist eine kleine Anstecknadel – als Zeichen für große Leistungen im Dienste der Ethik von Goethe, Schiller und Schweitzer. Künftig dürfen der Itzehoer Hans Stellmacher und sein Helferkreis die Nadel am Revers tragen, exklusiv für sie hergestellt in einer Auflage von 200 Stück mit Genehmigung der Goethe-Gesellschaft in Weimar.

50 Bildungszentren in 40 Städten hat Stellmacher inzwischen eingerichtet und mit Material ausgestattet, 2015 kommen neue hinzu. Für die vier Hauptakademien für ethische Bildung in Lüneburg, Brunsbüttel, Glückstadt und Bad Oldesloe gibt es bereits Patenschaften, um den dauerhaften Erhalt zu sichern. Leiterin in Bad Oldesloe ist die Landtagsabgeordnete Anita Klahn, und sie lobte Stellmacher bei der Präsentation der Ehrennadel: „Ein wahnsinnig beeindruckender Mensch, der vorlebt, was Menschen leisten können, wenn sie denn nur wollen.“ Es brauche eine Idee, und Stellmachers Argumenten könne man sich „ganz schlicht und einfach nicht entziehen“.

So erging es auch der Sparkasse Westholstein, die vor 25 Jahren anfing, Stellmacher mit seinen Hilfs- und Bildungsprojekten zu unterstützen – der Anlass für die kleine Feier. „Sie haben ganz viel auf die Beine gestellt“, sagte Melanie Thielen vom Vorstandsstab. Nur wer selbst von seiner Sache ergriffen sei, könne andere überzeugen.

Das jüngste Vorhaben war ein Heft zur ethischen Bildung, das Stellmacher in einer Auflage von 2500 Stück an Schulen und Schulämter in 36 Städten bundesweit verteilt hat. Weitere 2000 Hefte für 20 Städte sollen noch hinzukommen. Mit den immer noch gültigen Sätzen von Albert Schweitzer seien sie ein Denkanstoß für Jugendliche, sagte Anita Klahn. Heute sei mit den großen Aufgaben und vielen Kriegen der richtige Zeitpunkt, um über Ehrenamt und Ethik zu reden. Jugendliche dächten sehr differenziert und befassten sich mit Themen wie Verantwortung und der Frage, was moralisch wichtig sei.

Der Großteil der Arbeit wird durch Unterstützer getragen, das Material wurde Stellmacher von den Gesellschaften gestellt und dann weiterverschenkt: „Wir benötigen für Kultur und Bildung jährlich 2000 Euro statt 20 000 Euro“, sagte Stellmacher. „In 27 Jahren des Helfens habe ich noch nie eine Spendenbescheinigung angefordert.“ Die Zentrale der Akademie für ethische Bildung ist in seinem Privathaus, Sitz für die Westküste ist das Brunsbütteler Elbeforum mit den Gedenkstätten für Schweitzer und zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Für alle Ehrenamtsstätten trägt das Theater nun noch einen weiteren Titel: Goethe-Schiller-Theater. „Es ist die Vorzeigestätte für alle Bildungseinrichtungen“, so Stellmacher. „Da ist unser Zuhause.“

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erstellt am 25.Nov.2014 | 05:00 Uhr

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