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Wellenkamper Kulturtage : Ehrenamtliche Spitzenleistung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Drei Tage lang stand die Kultur in Itzehoes Stadtteil Wellenkamp im Mittelpunkt. Die Veranstaltungen waren ebenso bunt wie vielfältig.

„Das gedruckte Wort hat den unbegrenzten Kreis der Verbreitung voraus, aber das gesprochene Wort bleibt immer die lebendigste Vermittlung zwischen der schaffenden und der aufnehmenden Fantasie“, sagte Bürgervorsteher Heinz Köhnke bei der Eröffnung der 8. Wellenkamper Kulturtage.

Wie üblich begannen diese mit einer Autorenlesung im Gemeindehaus der St. Michaelis-Kirchengemeinde. „Verbringen Sie mitten in der digitalen Medienflut mal einen Abend mit echten Menschen live, unbearbeitet und ungefiltert“, rief er den sehr zahlreich erschienen Gästen zu . „Die Tatsache, dass alles auf ehrenamtlicher Basis geschieht und kein Eintritt genommen wird, stärkt das Wir-Gefühl hier in diesem Stadtteil.“ Weiteren Schwung bekämen die Kulturtage durch den Zusammenhalt aber auch die Zusammenarbeit von Jugendlichen, Familien mit Kindern, Senioren und Migranten, eben Multi-Kulti. Das sei nicht überall selbstverständlich, so der Bürgervorsteher.

Mit ihren selbstgeschriebenen, teils humorvollen, teils nachdenklichen Geschichten begannen Fabien Ehrich (Klasse 3c), Lenny Fischer (4a) und Melina Westphal (4b) von der Grundschule Wellenkamp mit dem ersten Teil der Lesungen, musikalisch umrahmt von Maike Beckmerhagen (Gitarre und Gesang) von der Freien Waldorfschule. Christine Zickmann setzte den literarischen Reigen fort mit Gedichten zu ganz aktuellen Themen, wie zur Flüchtlingsproblematik und zu kuriosen Diätvorschlägen.

Den Anfang des zweiten Tages machten die Musikmäuse, eine musikalische Früherziehung, geleitet von Heike Wollburg. Ihnen folgte ein Chor des evangelischen Kindergartens Wellenkamp sowie die Chor-AG der Grundschule. Humorvoll und recht lebendig stellte sich die Jugendabteilung des SV Wellenkamp vor, die in diesem Jahr „Nutznießer“ der gesammelten Spenden sein wird. Der Eltern- und Lehrerchor der Freien Waldorfschule, teils gemeinsam mit Schülern, hatte den nächsten Part zu bestreiten. Nach deren überwiegend ruhigeren Klängen ging es erheblich lauter weiter mit den Rock Drops. Die Crazy Housewifes und die Tanzschule Giesen waren für die tänzerischen Höhepunkte verantwortlich. Für den krönenden und damit auch versöhnlichen Abschluss sorgte das Blasorchester Itzehoe unter Leitung von Stefan Schildt. Sie kamen nicht ohne Zugabe davon.

Nach dem Sonntags-Gottesdienst mit Pastor Theodor Möller in der St. Michaeliskirche wurde dort die Ausstellung „Wellenkamp kreativ“ eröffnet. Wie in den Vorjahren wurde eine vielfältige Sammlung von wunderschönen Fotos und handgemalten Bildern, Bastelarbeiten der unterschiedlichsten Art und manchen anderen Kostbarkeiten gezeigt. Sehr schön fanden Ute und Knud Hansen zum Beispiel die mit viel Liebe erstellte „Tonleiter“, in der Heike Wollburg einige Fotos ihrer „Musikmäuse“ aus der musikalischen Früherziehung eingearbeitet hatte.

Große Beachtung fand auch der Stand des Kreativkurses der Kirchengemeinde. „Dieser Kreativkurs hat sich aus unserem Förderverein entwickelt“, erklärte Christel Leusbrock, die den Stand zusammen mit Lise Marie und Manuela Suhr betreute. Die handgefertigten Pfeifen von Martin Krämer hätten selbst manchen Nichtraucher zu einem gemütlichen Zug am Abend verführen können, meinte ein Besucher schmunzelnd.

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