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St. Laurentii-Kirche : Ehrenamtler geben Einblick in die Kirche

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

15 Aufseher bringen Besuchern Itzehoer St. Laurentii näher. Turmführungen nach Anmeldung

„Tritt ein! Die Kirche ist offen“ – mit dieser freundlichen Aufforderung werden die Besucher der St. Laurentii-Kirche durch zwei Schilder am Kirchturm und an der Gartenmauer begrüßt. Außerhalb der Gottesdienste können sich Interessierte jeden Sonnabend von 10 bis 13 Uhr sowie von April bis September und im Dezember zusätzlich Montag bis Freitag von 15.30 bis 17.30 Uhr im Gotteshaus umschauen. Zu diesen Zeiten übernehmen ehrenamtliche Mitarbeiter die Kirchenaufsicht.

„Das alles hat vor Jahren unter Helmut Meinert angefangen“, erzählt Joachim Geisler. Er ist Koordinator der insgesamt 15 Kirchenaufseher, von denen etwa die Hälfte auch Kirchenführungen anbietet. Einige sind obendrein als Stadtführer aktiv. „Die Führungen enden in der Regel hier in der St. Laurentii-Kirche“, erklärt Eberhard Schmidt. „Wir verhindern mit unserer Anwesenheit auch Diebstahl und Vandalismus“, sagt seine Frau Eva-Marie Schmidt. Sie weiß, dass es in vielen anderen Kirchen keine Aufsicht gibt.

„Viele Leute sind beeindruckt von unserer St. Laurentii-Kirche“, berichtet Joachim Geisler. „Sie stellen oft auch Fragen, die wir zu beantworten versuchen. Das kommt gut bei den Menschen an. Sie sind interessiert an dieser Kirche – sie ist aber auch ein richtiger Hingucker.“ Und sie habe einige Besonderheiten, zum Beispiel den Kreuzgang und die Klosterempore, die beide dem Adeligen Kloster gehören.

„Die Menschen, die in der Kirche einfach nur beten wollen, werden von uns nicht unterbrochen“, betont Ingo Lafrentz. „Wir haben viele Besucher aus dem skandinavischen Raum“, erzählt er und zeigt fünf laminierte Schrifttafeln, die Erklärungen über die Kirche und das benachbarte Adelige Kloster abgeben. Lafrentz hat sie nicht nur in Deutsch verfasst, sondern auch für Übersetzungen in Dänisch, Englisch, Französisch und Russisch gesorgt.

Während ein Besuch der Kirche zu den Öffnungszeiten jederzeit möglich ist, müssen Kirchenführungen vorher im Kirchenbüro angemeldet werden. Sie werden gegen ein geringes Entgelt angeboten, das in den Erhalt der Kirche fließt. Auch der Kirchturm kann im Rahmen von offiziellen Turmführungen besichtigt werden, die ebenfalls angemeldet werden müssen – Ausnahme sind besondere Anlässe wie der Tag des offenen Denkmals, wo es auch ohne Anmeldung hoch hinaus gehen kann. Ingo Lafrentz verspricht eine fantastische Rundumsicht von der Plattform in mehr als 65 Metern Höhe. Besuche in die andere Richtung sind dagegen nicht möglich: „Leider kann eine Besichtigung der Grüfte unterhalb des Altarraums aus denkmalpflegerischer Sicht nicht angeboten werden“, bedauert Ingo Lafrentz. „Durch die Atemluft der Besucher könnten Schäden entstehen.“

Auch die Turmhalle ist ein beliebter Ort geworden, besonders seit dort die von Edgar und Christa Schmidt-Petersen initiierten Veranstaltungen „Kunst und Literatur im Turm“ stattfinden. „Das ergänzt unsere Arbeit“, freut sich Joachim Geisler, der die Schar der ehrenamtlichen Aufseher gerne noch etwas vergrößern würde. „Wir würden uns freuen, wenn sich noch weitere Interessierte melden würden.“

Schon jetzt macht Geisler auf Sonnabend, 29. November, aufmerksam. „Dann wird traditionell wieder der Herrnhuter Stern von Jürgen Martens und Hans Hermann Schlüter aus der Gruppe auf dem Kirchturm angebracht und erleuchtet. Am Abend sind Turmführungen möglich, bei denen dann die Stadt von oben im Lichterschein zu sehen sein wird“, lädt er ein.

Und Ingo Lafrentz wird sich Mittwoch, 5. November, im Glückstädter Ratskeller einem Thema widmen, das ebenfalls eng mit der Kirche verknüpft ist: „Von Ivenfleth nach Itzehoe – Die Geschichte des Adeligen Klosters.“



> Fotos gesucht: Es sind zwar viele Dokumente über die St. Laurentii-Kirche vorhanden, leider fehlen aber vor allem Farbfotos vom Zustand des Innenraumes vor dem großen Umbau in den Jahren 1961/62. Wer welche hat, wird gebeten, sich im Kirchenbüro in der Kirchenstraße 10, Telefon 04821/ 676210, zu melden.

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