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Schultreffen : Ehemalige: Wiedersehen in Borsfleth

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Schüler der Jahrgänge 1936 bis 1950 der ehemaligen Grund- und Volksschule trafen sich zum Austausch in Borsfleth. Viele waren von weit her gekommen. Einer der Ehemaligen war der jetzige Bürgermeister Peter Mohr.

Mit einem Gedicht begrüßte Erika Carstensen die Jahrgänge 1936 bis 1950 der ehemaligen Grund- und Volksschule zu Borsfleth. Denn in der Gaststätte „Zum Aukrug“ wurde das Wiedersehen bis zum späten Abend gefeiert. Torsten Brügmann und seine Frau hatten alle Hände voll zu tun, um 61 Personen mit Mandarinen-Quarktorte, Hefekuchen und Kaffee zu beköstigen.

Aus ganz Deutschland waren die ehemaligen Schüler gereist. Nach der großen Wiedersehensfreude – einige hatten sich seit 50 Jahren nicht mehr gesehen – wurden die zwei wichtigsten Fragen gestellt: „Wer büst du, or kiennst mi noch?“ Auch der Bürgermeister Peter Mohr erkannte die meisten Gesichter nicht mehr wieder.

Besonders interessant waren die Geschichten von den „Flüchtlingskindern“, die von weit angereist waren, um ihre Kindheitserlebnisse aufzufrischen.

Die alte Schule wurde damals bald zu klein und so musste eine neue Zwei-Zimmer-Schule für die vielen Schulkinder gebaut werden. Manchmal wurden drei oder vier Jahrgänge in einem Klassenzimmer und von einem strengen Lehrer parallel unterrichtet. Das neue Schulgebäude wurde 1950 fertig gestellt und musste bereits 1973 schließen. Es gab nicht mehr genügend Schulkinder. Seitdem fahren sie mit dem Schulbus nach Glückstadt.

Die Reise zum Klassentreffen nach Borsfleth nutzten viele um ein paar Tage Urlaub in dem geschichtsträchtigen Kleinod Borsfleth zu verbringen. Das Kremper-Marsch-Dorf wurde bereits im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Im Dreißigjährigen Krieg 1627/28 wurde das Dorf fast vollständig zerstört. Der dänische König Christian IV – der Erbauer von Glückstadt – ließ 1634 im Ortsteil Büttel, an der Krempau, eine Bockwindmühle errichten. Sie wurde 1822 als Kappenwindmühle erneuert. Für viele Dorfbewohner ein unvergessener Anblick, wenn sie aus Richtung Glückstadt kamen und nach Krempe oder Borsfleth fahren wollten.

Dieses historische Kleinod – eine „königliche“ Mühle – wurde in den 60er Jahren abgetragen und schlummerte in Kisten und Kästen im Nirgendwo. Bis ihr das Freilichtmuseum Hessenpark 1985/86 ihre eigentliche Funktion zurückgab.

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