Edeka und Aldi können erweitern

Stadtvertreter beschlossen neue Verkaufsgrößen für Märkte an der Christian-IV-Straße /Endgültiges Aus für Einkaufszentrum bei Berendsen

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03. Juli 2015, 17:05 Uhr

Erweiterung für Aldi und Edeka an der Christian-IV-Straße, aber ein endgültiges Aus für ein Einkaufszentrum auf dem Berendsen-Gelände: Dies ist das Fazit aus der jüngsten Sitzung der Stadtvertretung. Ob die Märkte erweitern, liegt jetzt bei den Inhabern und den dänischen Vermietern, denen das Areal gehört. Nach dem Beschluss ist es möglich, am Standort Edeka auf 1900 Quadratmeter und bei Aldi auf 1200 Quadratmeter zu erweitern.

Wie berichtet, wollten SPD und Piraten, dass auf dem Berendsen-Gelände ein Einkaufszentrum entsteht, wohin auch die Märkte aus der Christian-IV-Straße hätten umsiedeln können. Die Mehrheit scheiterte bereits im vergangenen Jahr an der Stimme von Ulf Ostermann (SPD). Trotzdem verfolgten vor allem die Piraten dieses Ziel weiter.

Deshalb sprach auch Dr. Hans-Georg Helm (CDU) von einem „quälenden Thema“. Bereits im jüngsten Wirtschaftsausschuss sei lange darüber debattiert worden. Denn als es keine Mehrheit im vergangenen Jahr für ein Einkaufszentrum gab, kam im Nachgang der Beschluss, über das Berendsen-Areal plus Christian-IV-Straße neu nachzudenken.

Dazu hatte die FDP einen Antrag gestellt. Dieser beinhaltete, mit allen Grundstückseigentümern des Areals der südwestlichen Christian-IV-Straße zwischen Bahnlinie und Stadtstraße Gespräche zu führen. Mit der Absicht, das Gebiet fortzuentwickeln und zu überplanen. Und über einen großflächigen Einzelhandel nachzudenken.

Laut Glückstädter Satzung dürfen Verbrauchermärkte in Glückstadt nicht über eine Größe von 1200 Quadratmeter hinausgehen. Ausnahmen müssen von der Stadtvertretung genehmigt werden. So wie jetzt bei dem Edeka-Markt an der Christian-IV-Straße.

Und der Aldi-Markt soll sich auf 1200 Quadratmeter erweitern können. Ursprünglich hatte der Discounter geplant, entweder auf dem Berendsen-Gelände oder auf dem ehemaligen Kasernen-Gelände neu und größer zu bauen und den jetzigen Markt zu schließen.

Wie es jetzt für das Berendsen-Gelände weiter geht, ist unklar. Es ist noch im Besitz des Unternehmens Berendsen. Eine dortige Wohnbebauung – diese hat die FDP ins Spiel gebracht – hat Bürgermeister Gerhard Blasberg gegenüber unserer Zeitung so gut wie ausgeschlossen. „Es ist sehr schwierig, neben einem Industriebetrieb zu bauen“, sagt er zur Nähe zur Papierfabrik Steinbeis, die gegenüber liegt. Die Auflagen seien sehr hoch. Nach dem jetzigen Stand sieht er nicht, wie diese Vorgaben erfüllt werden könnten. Ihm persönlich sei eine gewerbliche Nutzung auf dem Areal am liebsten.

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