zur Navigation springen

Itzehoe : Ebola: Klinikum auf den Ernstfall vorbereitet

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ein Ablaufplan regelt das Vorgehen bei Verdachtsfällen. Zudem stehen speziell abgetrennte Räume sowie Schutzkleidung zur Verfügung.

Itzehoe | Mehr als 15 300 Menschen erkrankt, 5400 gestorben. Die Zahlen des neuesten WHO-Berichts über die Folgen des Ebola-Ausbruchs in Westafrika klingen alarmierend. Doch wie groß ist die Gefahr für Itzehoe und den Kreis Steinburg? Dr. Michael Kappus kann beruhigen. „Die Wahrscheinlichkeit, dass hier Ebola-Infektionen auftreten, ist extrem gering“, sagt der Ärztliche Direktor und Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie am Klinikum Itzehoe. „Die Bürger müssen keine Angst haben.“ Denn sollte es einen Verdachtsfall geben, sei das Klinikum gut vorbereitet.

Die Wahrscheinlichkeit sei zwar gering, „doch es ist notwendig, dass sich ein großes Krankenhaus darauf einstellt“, so Kappus. Deswegen gibt es einen Ablaufplan, der das Verhalten von Ärzten und Pflegepersonal im Falle eines Ebola-Verdachts regelt. Darin eingebunden sind auch das Gesundheitsamt und die Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH).

„Wir würden den Patienten aufnehmen und behandeln“, erläutert Kappus. Dafür stünden speziell abgetrennte Räume sowie Schutzkleidung zur Verfügung. Gewissheit, ob eine Ebola-Infektion vorliegt, erhalte man in der Regel nach 12 Stunden, erläutert Kappus. Sei dies der Fall, so würde der Patient − falls er transportfähig ist − in eines von deutschlandweit 30 Hochisolationsbetten verlegt werden. Diese gibt es unter anderem im Hamburger Bernhard-Nocht-Institut und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

Maßgeblich für den Umgang mit Ebola-Verdachtsfällen oder -Infizierten sind die Richtlinien des Robert-Koch-Institus. „Diese werden bei uns alle eingehalten“, so Kappus. Zudem hätten zirka 20 Mitarbeiter Schulungen von Hygiene-Fachkräften erhalten und allen Personen in Leitungsfunktion lägen Handlungsanweisungen vor.

Selbst wenn ein Patient mit Ebola-Infektion in Itzehoe behandelt werden würde, sei die Gefahr der Ansteckung sehr gering, so Kappus „Sie besteht nur bei unmittelbarem Hautkontakt.“

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 27.Nov.2014 | 05:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert