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Streckenuntersuchung : Ebene Straße mit Messgerät getestet

vom
Aus der Redaktion der Wilsterschen Zeitung

Defekter Asphaltfertiger Grund für Waschbrettpiste. Baufirma bessert mit Feinfräsung Fahrbahn nach. Wieder freie Fahrt am Störsperrwerk.

von
erstellt am 30.Aug.2014 | 08:21 Uhr

Die neue Fahrbahndecke zwischen Störsperrwerk und Abfahrt Wewelsfleth/Dammducht glich einer Waschbrettpiste. Beim Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein, Niederlassung Itzehoe, hagelte es Beschwerden von Autofahrern und Anliegern, so Bauleiter Kersten Voß. Grund war die mangelhafte Ausführung der Asphaltierung seitens der Baufirma, fügt er hinzu. Im Rahmen der gesetzlichen Gewährleistung hatte die Firma Eurovia in den vergangenen Tagen die Möglichkeit zur Nachbesserung, „wir haben die Feinfräsung genehmigt“, sagt Schmidt hinzu. Gestern wurde der Streckenabschnitt im Auftrag des Landesbetriebs auf Ebenheit und die Schichtstärke hin untersucht.

„Das ist natürlich extrem ärgerlich“, sagt Jens Laber, Bauleiter der Firma Eurovia. Wegen eines technischen Defekts des Asphaltfertigers war es auf dem Streckenabschnitt zu der Waschbrettpiste gekommen. „Das kommt selten vor“, sagt Laber. „Wir wollen schließlich Qualität abliefern, nur die zählt.“ Die Firma besserte nach, innerhalb von zweieinhalb Tagen erfolgte eine Feinfräsung im Multiplexverfahren. Bei dieser Fräsung werden Höhen und Tiefen abgetastet und ausgeglichen.

Ob das Verfahren den gewünschten Erfolg hatte, ließ der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr gestern Vormittag durch ein Asphalt-Labor überprüfen. „Bei der Ebenflächigkeitsmessung misst man die Unebenheiten nach.“ Alles, was über vier Millimeter liege sei mangelhaft, erläutert Kersten Schmidt. Auch wenn es unterhalb dieser vier Millimeter zu regelmäßigen Ausschlägen käme, wäre die Fahrbahndecke nicht abnahmefähig. Das Messgerät befindet sich auf einem vier Meter langen Balken auf Rädern. Ein Rad ist gelenkig, zeichnet die Unebenheiten nach, die dann vom Messgerät registriert werden. „Es piept, wenn der Grenzwert überschritten wird.“ Insgesamt zwei Mal wurde das der Planograph über die Asphaltstrecke zwischen Störsperrwerk und Dammducht hin und her geschoben.

Parallel dazu wurde die Schichtdecke unter die Lupe genommen. Hier machten sich Kieler Fachleute dran, die Dicke zu messen. Vor dem Asphaltieren, so Kersten Schmidt, werden je nach Untergrundbeschaffenheit Bleche oder Alufolie aufgelegt. „Mit elektromagnetischer Methode wird nun gemessen, wie groß der Abstand zwischen den Plättchen und der Oberfläche ist.“ Die Baufirma setze zwar auch eine Eigenüberwachung ein, „aber wir überprüfen das, lassen das Ergebnis durch ein anerkanntes Büro verifizieren“. Zunächst sah es so aus, als würde wegen des schlechten Wetters dieser Test verschoben werden müssen, dann ließen die Schauer aber nach und auch die Schichtdecke konnte vermessen werden.

Gestern Nachmittag wurde dann die Vollsperrung des Straßenbereichs wieder aufgehoben, die Strecke ist wieder frei befahrbar. Mit den weiteren Bauabschnitten bis zum Kreisel in Brokdorf liegen die Arbeiten im Zeitlimit, ergänzt Schmidt. Mit den Untersuchungsergebnissen rechnet er in etwa einer Woche, entsprächen sie nicht den Vorgaben, müsste die Firma den Streckenabschnitt noch einmal neu bearbeiten.


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