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Stadtschule Glückstadt : Durchblick nach dem Abriss

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Abbrucharbeiten der Stadtschule sind in vollem Gange. Dort soll ein Wohn- und Therapiezentrum entstehen.

Ein Donnern erklingt, es hört sich an wie herannahendes Gewitter. Der Lärm kommt von dem Gelände zwischen Jugendzentrum und den Parkplätzen vom Bahnhof. Dort, wo ehemals die Stadtschule stand, schichtet der Bagger des Abrissunternehmens „Ehlert & Söhne“ kaputte Steine und zerstörtes Beton zu riesigen Haufen auf. Der größte Schuttberg ist auf Fensterhöhe des oberen Stockwerks des Jugendzentrums.

Von dem ehemaligen Gebäude ist außer Geröll nichts mehr zu sehen. Es weicht dem Neubau eines Wohn- und Therapiezentrums der Glückstädter Werkstätten, die das Areal von der Stadt kauften (wir berichteten).

Ein zweiter Bagger des Abrissunternehmens befreit einen Teil des ehemaligen Kellers des Schulgebäudes von Geröll. Die Maschine steht so schief, dass Zuschauer ein ein Abrutschen befürchten. Doch für den Fahrer des Baugerätes ist das kein Problem. Immer dann, wenn der Untergrund unter den Ketten zu unsicher wird, verschafft er dem Bagger mit Hilfe der Schaufel einen festeren Stand. Beim Ausheben des Kellers kommen alte Heizkörper, Bleche und Metallstreben zum Vorschein, die der Baggerfahrer mit seinem Gerät grob aussortiert. Die Gegenstände, die er mit seiner Schaufel nicht zu fassen bekommt, sortiert ein Mitarbeiter der Abrissfirma mit der Hand aus.

Wer sich am Bahnhof hinstellt und in Richtung der Baustelle blickt, erhält einen Vorgeschmack auf die neue, alte Sichtachse. Denn zwischen Baggern, Geröllbergen und Containern ist schon der obere Teil des Kandelabers auf dem Marktplatz zu sehen. Der freie Blick am Schulgang entlang ist bald wieder ganz hergestellt. Die Straße, die jetzt eine Sachgasse ist, wird künftig zum Wall hin geöffnet.

Auf der Baustelle ist noch einiges aufzuräumen, dabei soll bereits im Mai der Rohbau des Wohn- und Therapiezentrums beginnen. 2017 wollen die Glückstädter Werkstätten einziehen. Das Zentrum wird eine Gesamtfläche von 1800 Quadratmetern haben. 14 Wohnungen sowie eine Tagesstätte für 20 Personen sind auf dem Gebäude geplant. Diese ist im unteren Stockwerk vorgesehen, dazu gehört ein Therapiebereich. Zudem entstehen in den oberen Etagen sieben Wohnungen für ein oder zwei Personen sowie einige Gemeinschaftsräume.

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erstellt am 15.Apr.2016 | 05:06 Uhr

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