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Norddeutsche Rundschau

22. Oktober 2017 | 15:00 Uhr

Prozess : Drohungen, Schläge und Missbrauch

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Er hat seiner Freundin gedroht, sie geschlagen und sie vergewaltigt, so der Vorwurf gegen einen 22 Jahre alten Mann aus Hohenlockstedt.

von
erstellt am 22.Apr.2016 | 12:12 Uhr

Vergewaltigung und Körperverletzung – diese schweren Vorwürfe erhebt die Itzehoer Staatsanwaltschaft gegen einen 22-Jährigen aus Hohenlockstedt. Der junge Mann soll seine Freundin am 25. Oktober 2015 in der Wohnung vergewaltigt, geschlagen und mit einem Messer bedroht haben. Zudem filmte er laut Anklage die Tat mit einem Handy.

Mit Handschellen wurde der Hohenlockstedter in einen Saal des Landgerichts geführt. Er sitzt zurzeit in Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt Itzehoe. Gestern Nachmittag wurde lediglich die Anklage verlesen, die Verhandlung vor der zweiten großen Strafkammer des Landgerichts Itzehoe wird voraussichtlich am 9. Mai fortgesetzt.

Auslöser der vorgeworfenen Gewalttat war die Facebook–Seite des Opfers. Diese wollte der Angeklagte am 25. Oktober offensichtlich unbedingt sehen. Er drängte seine Freundin, die Seite im Computer aufzurufen. Als diese sich weigerte, die Seite aufzurufen und das Passwort herauszurücken, wurde sie, so die Staatsanwaltschaft, mehrfach geschlagen. Schließlich soll der junge Mann ein Klappmesser mit einer zehn Zentimeter langen Klinge geholt und ihr an den Hals gesetzt haben. Und er soll gedroht haben, ihr einen Finger abzuschneiden, falls die Freundin das Passwort nicht eingebe. Anschließend sah sich der 22-Jährige auch noch das Handy der Frau an. Und dann soll es richtig brutal zugegangen sein. Die junge Frau wurde aufgefordert, sich auszuziehen. Unter Drohungen entledigte sie sich ihrer Kleidung. Die anschließende mehrfache Vergewaltigung musste sie laut Anklage wehrlos über sich ergehen lassen, der Mann drohte, sonst das nur wenige Zentimeter entfernt liegende Messer zu holen. Die Tat soll der Hohenlockstedter mit einem Handy gefilmt haben.

Auch einen zweiten Vorwurf erhebt die Staatsanwaltschaft, denn bereits Ende Juni 2015 soll es zu einer Vergewaltigung gekommen sein. Diesmal schlief das Opfer, auch damals wurde die Tat mit einem Handy gefilmt.

In den nächsten Verhandlungstagen kommen Opfer, Gutachter und auch zahlreiche Zeugen zu Wort.

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