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Norddeutsche Rundschau

11. Dezember 2017 | 11:11 Uhr

Rotes Kreuz : DRK legt geordnete Bilanz vor

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Steinburger Kreisverband meldet erste Erfolge nach der Strukturänderung. Suche nach einer stellvertretenden Vorsitzenden blieb erfolglos

von
erstellt am 02.Dez.2013 | 05:15 Uhr

Etwas ratlos schaute der Vorsitzende des DRK Steinburg Rolf Schamerowski in die Runde. Bei der Hauptversammlung in der Itzehoer Feuerwache mit 90 Teilnehmern schilderte er: „Ich brauche einen weiteren Stellvertreter, und zwar gemäß Satzung einen weiblichen.“ Aber so sehr er sich auch umsah – keine der zahlreichen Damen aus den Ortsvereinen wollte kandidieren. „So viele Körbe habe ich im Leben noch nie bekommen.“

Dafür konnte Schamerowski für 2013 eine „geordnete Vermögens- und Finanzlage“ mit einer Bilanzsumme von 18,4 Millionen Euro und einem Anlagevermögen von 14 Millionen Euro vermelden. Die strukturellen Entscheidungen der Vergangenheit hätten vor allem finanziell bereits Früchte getragen.

Die Geschäftsführung des Kreisverbandes wurde 2012 von Stefan Gerke als Kreisgeschäftsführer übernommen. Bereits 2011 wurde mit dem DRK-Kreisverband Segeberg vereinbart, die stationäre Pflege beider Kreisverbände 2012 gesellschaftsrechtlich so miteinander zu vernetzen, dass sie wie aus einer Gesellschaft heraus betrieben werden können. „Das hat sich bis heute bewährt.“ Die gemeinnützige GmbH DRK Pflegedienste Steinburg übernahm darüber hinaus 2013 den Betrieb der beiden DRK-Seniorenzentren Wilster und Glückstadt – mit positivem Ergebnis. Dies bestätigte auch der Rechnungsprüfer Knud Oelerking.

Zu dem umfangreichen Zahlenwerk gab es aber auch Bedenken: „Sie haben uns hier viele Zahlen präsentiert, vielen fehlt von uns aber der Durchblick“, äußerte eine Zuhörerin aus einem Ortsverein. Dessen war sich der Vorsitzende bewusst. „All dies ist einfach nicht mehr einfach. Es bedarf professioneller Hilfe unabhängiger Wirtschaftsprüfer, die wir ja haben“, so Schamerowski.

Der Itzehoer Bürgervorsteher Heinz Köhnke lobte die DRK-Arbeit und beschrieb sie so: „Die Aktiven im Kreisverband schöpfen auch heute noch ihre Kraft aus dem Gleichnis vom barmherzigen Samariter und sind dort tätig, wo der Mensch hilflos, schwach, gefährdet, verletzt, gefangen, bedroht und entrechtet ist.“ Der DRK-Landesgeschäftsführer Torsten Geerdts gratulierte zu den wirtschaftlichen Erfolgen und würdigte das ehrenamtliche Engagement, vor allem das Betreiben der „Itzehoer Tafel“.




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