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Norddeutsche Rundschau

17. Oktober 2017 | 12:13 Uhr

Verkehr : Dreisstreifig in die Zukunft

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ausbau der Bundesstraße 5 zwischen Itzehoe und Wilster beginnt im Sommer und wird voraussichtlich bis 2021 dauern.

Im Jahr 2010 befuhren bereits täglich 9082 bis 12  300 Kraftfahrzeuge die Bundesstraße 5 zwischen Itzehoe und Wilster. Im Jahr 2025 werden schätzungsweise 10  400 bis 17  600 Fahrzeuge auf der Strecke unterwegs sein – mit insgesamt hohem Lkw-Anteil. Dann allerdings wird das Fahren wahrscheinlich deutlich entspannter. Denn bis 2021 soll die Bundesstraße zwischen der Anschlussstelle Wilster-West und dem Kreisverkehr Höhe Heiligenstedten/Itzehoe dreistreifig ausgebaut sein mit wechselseitiger Überholspur. Mit ersten Arbeiten wird in diesem Sommer begonnen, der Bereich zwischen Kreisel und Anschlussstelle Heiligenstedten ist bereits fertiggestellt.

Die etwa fünfjährige Bauzeit für die Fahrbahnverbreiterung auf einer Strecke von 8,9 Kilometer mutet ausgesprochen langfristig an – ist aber überwiegend dem Untergrund geschuldet. In Teilbereichen geht der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr wegen des hohen Kleibodenanteils von einer notwendigen Vorbelastung von mindestens neun Monaten aus, im Bereich der Anschlussstelle Dammfleth sogar von zwölf Monaten, wie Kai-Uwe Schacht, Leiter der Niederlassung Itzehoe des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr, und Iris Dautwiz, Leiterin des Geschäftsbereichs Straßenbau, im Pressegespräch erläuterten. Dazu wird in den entsprechenden Bereichen so viel Sand aufgefahren, dass dessen Gewicht in etwa der späteren starken Verkehrsbelastung entspricht. In der Folgezeit nehmen Baugrundgutachter Setzungsmessungen vor – bis der Untergrund stabil genug ist und der Ausbau starten kann.

Ein Mammutprojekt steht dabei am Anfang der gesamten Arbeiten: „Wir beginnen die Baumaßnahme mit einem Brückenbau.“ Dabei ist Kai-Uwe Schacht froh, dass auf der Strecke von fünf Brücken nur eine abgerissen und neu gebaut werden muss. Die Brücke über der großen Feldwettern bei Wilster. Bei den Überführungen entlang der B5 im weiteren Bereich seien die Stützpfeiler glücklicherweise weit genug auseinander gebaut worden, dass die dritte Spur passt. Und die Brücke über die Wilster Au – nicht weit von der Feldwettern-Brücke entfernt – müsse nicht verändert werden, weil sie gerade in einem Abschnitt liege, der zweispurig den Übergang von einem Abschnitt mit Überholfstreifen zum nächsten verbinde.

Zurzeit laufe die Ausschreibung für die Brückenarbeiten, die ab Mitte Juni dieses Jahres beginnen sollen. Ein aufwändiges Unterfangen, denn zunächst muss zur Baustellenumfahrung eine Ersatzbrücke erstellt werden, die bis ins zweite Quartal 2018 bestehen und mit etwa 50 km/h befahren wird. Ab 2017 bis Anfang 2018 wird dann die bisherige Wettern–Brücke abgerissen und eine neue gebaut. Der Straßenbau erfolgt in drei Bauabschnitten und beginnt Ende Dezember dieses Jahres zwischen den Anschlussstellen Bekdorf und Heiligenstedten (2,8 Kilometer). Zunächst erfolgt dort die Abholzung, nach dem Winter ab Anfang März 2017 dann der Straßenbau mit Verbreiterung für den Baustellenverkehr, Aufbringen der Vorbelastung bei Bekdorf und Ausbau von Nord- und Südseite der Fahrbahn. Für die Verbreiterung für den Baustellenverkehr werde der Verkehr Richtung Brunsbüttel einstreifig auf der B5 erfolgen, Richtung Itzehoe über die L135 Heiligenstedten. Parallel dazu werde bereits die Verbreiterung für den Baustellenverkehr und die Vorbelastung zwischen den Anschlusstellen Wilster-West und Dammfleth (1,9 Kilometer) – zweiter Bauabschnitt – in 2017 vorgenommen. Auch hier gibt es für etwa eineinhalb Monate eine einstreifige Verkehrsführung Richtung Brunsbüttel, Pkw Richtung Itzehoe werden über die Kreisstraßen 63 und 14 sowie die Landesstraße 170 und 136 zur Anschlussstelle Dammfleth geführt. Große Fahrzeuge werden weiträumig umgeleitet. Geplante Bauzeit für diesen Straßenabschnitt– Anfang 2018 bis Mitte 2019.

In beiden Bauabschnitten wird der Verkehr aber überwiegend beidseitig an der Baustelle entlang geführt. „Wir wollen den Verkehr möglichst lange komplett auf der B5 lassen“, so Schacht. Nicht möglich sein wird das im dritten Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Dammfleth und Bekdorf (4,2 Kilometer. Hier wird mit einer Bauzeit von Ende 2019 bis Mitte 2021 gerechnet, wobei der Verkehr dann in Richtung Brunsbüttel auf der B5 erfolgt, in Richtung Itzehoe im gesamten Zeitraum umgeleitet wird. Die Verkehrsführung sei mit den Verkehrsbehörden, der Polizei und den Gemeinden natürlich abgesprochen.

Die bisherige Kostenschätzung lag bei rund 15,5 Millionen Euro, werde „jetzt zur Bauausführung überprüft und aktualisiert“, so Kai-Uwe Schacht.

 

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