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Tagespflege : „Dreikäsehoch“ wartet auf Kinder

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Neue Tagespflegeeinrichtung eröffnet. Gemeinde Hohenlockstedt unterstützt die beiden Betreiberinnen.

Die Umbauten und Renovierungsarbeiten sind fast abgeschlossen – nur der kleine Swimmingpool muss noch in einen Sandkasten verwandelt werden. In einem Einfamilienhaus in Marienburger Straße hat jetzt die Tagespflegestelle „Dreikäsehoch“ ihren Betrieb aufgenommen. Maike Jennssen (38) und Andrea Büchner (33) betreuen dort als Tagesmütter unter dreijährige Kinder – bis zu zehn Mädchen und Jungen können sie dort gleichzeitig beherbergen, insgesamt können 20 Kinder aufgenommen werden. Das neue Angebot, das von der Gemeinde finanziell unterstützt wird, soll die Kindergärten im Ort entlasten, dort gibt es bereits Wartelisten für den U-3-Bereich.

„Noch können wir einige Kinder aufnehmen“, sagt Maike Jennssen. Von 7.30 bis 15 Uhr ist die Kernbetreuungszeit, aber auch weitere Zeiten können vereinbart werden. Die Tage sind flexibel wählbar, zwei Tage pro Woche sind aber Minimum. „Am schönsten für die Kinder ist es, wenn sie täglich kommen.“ Beide Frauen bringen reichlich Erfahrung mit, Maike Jennssen hat bereits in einer Tagespflegeeinrichtung gearbeitet, Andrea Büchner hat selbst vier Tageskinder.

Die Idee einer Tagespflegeeinrichtung stammt aus den Reihen der Politiker. Diese mussten handeln, da die vorhandenen Kindertagesstätten nicht alle Mädchen und Jungen, deren Eltern einen U-3-Platz beanspruchten, aufnehmen konnten. Aus Kostengründen und aus Gründen der demografischen Entwicklung – die Kinderzahl wird zurückgehen – wurde ein Anbau verworfen, stattdessen kam eine Tagespflegestelle, in der sich mehrere Tagesmütter zusammenschließen, in die Diskussion. Auf Initiative von Carsten Fürst (BfH) vom Lenkungsausschuss Kindergärten wurden alle ortsansässigen Tagesmütter angeschrieben und in die „Zwergenhöhle“ nach Kellinghusen eingeladen, wo dieses Prinzip seit Jahren erfolgreich umgesetzt wird. Mit dabei auch Andrea Büchner, die mit dem Gedanken gespielt hatte, ihre Tagesmütter-Tätigkeit an den Nagel zu hängen, weil sie wieder mit Kollegen und nicht mehr allein arbeiten wollte. „Deshalb kam diese Idee für mich genau richtig.“ In Maike Jennssen fand sie eine Mitstreiterin, beide wollten das Projekt in Angriff nehmen. Unterstützung gab es von der Gemeinde, „denn wir haben die gesetzliche Verpflichtung, für ausreichend U-3-Plätze zu sorgen“, sagt Bürgermeister Jürgen Kirsten (SPD). Allerdings habe sich die Suche nach einem geeigneten Gebäude „als nicht so einfach“ erwiesen, verschiedene Objekte hätten sich nicht geeignet, oder eine Verpachtung hätte sich zerschlagen. Schließlich fanden die beiden Tagesmütter in der Marienburger Straße ein Einfamilienhaus, in das sie einziehen konnten. Die Gemeinde übernimmt dabei die Mietkosten. „Wir freuen uns total, dass es jetzt endlich losgeht.“


>Weitere Auskünfte und Anfragen nach Plätzen bei Maike Jennssen unter 0176/32308319 oder bei Andrea Büchner unter 0173/9818287.

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erstellt am 05.Sep.2014 | 05:00 Uhr

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