Freizeit : Drei Wochen in die Pedale treten

Radeln mit (v.l.): Uwe Zebedies,  Reinhard Rübner, Steffen Möller und Wolf-Dietrich Debus.
Radeln mit (v.l.): Uwe Zebedies, Reinhard Rübner, Steffen Möller und Wolf-Dietrich Debus.

Störstadt Kellinghusen macht mit beim Stadtradeln. Anmeldungen werden ab sofort entgegengenommen.

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28. Juli 2014, 12:55 Uhr

Ein Politiker-Quartett ist dabei, wenn es vom 1. bis 21. September darum geht, bei der Aktion „Stadtradeln“ möglichst viele Kilometer unter die Veloreifen zu nehmen. Uwe Zebedies (KeLi), Reinhard Rübner (SPD), Steffen Möller (BFK) und Wolf-Dietrich Debus (KeLi) wollen ihren Beitrag leisten. Wo es hin gehen soll? Die grünen Schilder vis-a-vis des Rathauses liefern – auch unkundigen Radlern – schon mal Ideen. Auf den markierten Radstrecken sollte es nicht schwer fallen, das Klima-Konto mit Radelkilometern positiv zu füllen.

Auch im jüngsten Kultur- und Wirtschaftsausschuss unter Leitung von Marcus Wack (BFK) gingen sofort alle Daumen für die umweltfreundliche Aktion hoch. Nicht nur das: Kellinghusen wurde auch Mitglied beim größten kommunalen Netzwerk zum Klimaschutz. Stadtmarketingleiterin Jenni Knapp gibt jetzt bekannt, dass sich die Stadt vom 1. bis zum 21. September am deutschlandweiten Wettbewerb des Klima-Bündnisses beteiligt. „Alle Kellinghusener sind eingeladen, drei Wochen lang beruflich und privat kräftig in die Pedale zu treten“, fordert Knapp zur Teilnahme auf. Gesucht werden außerdem „Stadtradler-Stars“, die im genannten Zeitraum auf ihr Auto verzichten, um komplett aufs Rad umzusteigen. „Davon profitiert nicht nur die Umwelt, den engagiertesten Kommunen und Kommunalparlamenten winken außerdem eine bundesweite Auszeichnung sowie hochwertige Sachpreise rund ums Thema Fahrrad“, erklärt Knapp.

Die Kampagne diene der Förderdung des „Null-Emissions-Fahrzeugs“ Fahrrad im Straßenverkehr. „Radfahrer reduzieren Luftschadstoffe und Lärm, sie verbessern die Lebensqualität in Städten deutlich“, so die Vertreterin des Stadtmarketing.

Vom Klima-Bündnis vorgelegte Zahlen sprechen für sich. Etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entstehen im Verkehr: 161 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2), davon werden allein 149 Millionen im Straßenverkehr emittiert. „Bereits 7,5 Millionen Tonnen CO2 ließen sich vermeiden, wenn nur rund 30 Prozent der Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren würden“, erklärt Knapp. Mit dem Stadtradeln könnte ein deutliches Zeichen für den Klimaschutz gesetzt, und zudem Werbung für mehr Radverkehr gemacht werden.

Mit „RADar!“ Können die Teilnehmer innerhalb des dreiwöchigen Aktionszeitraums über GPS per Smartphone oder per Internet auf störende oder gefährliche Stellen im Radwegeverlauf in Kellinghusen aufmerksam machen. Über die neue Stadtradeln-App können Smartphone-Nutzer ihre zurückgelegten Radkilometer in den Online-Radelkalender eintragen.

Zudem ruft die Stadt Kellinghusen Jugendliche auf, sich noch bis Ende Juli an der VCD-Jugendkampagne „FahrRad! Fürs Klima auf Tour“ zu beteiligen, die mit Stadtradeln kooperiert. Die Idee ist, so oft wie möglich das Rad statt des motorisierten Elterntaxis zu nutzen. Es winken tolle Preise mit doppelter Gewinnchance für Jugendliche. www.klima-tour.de.

>Radelinterssierte können sich an die Info Tourismus und Kultur wenden. Telefon 04822/37107, E-mail info@kellinghusen.de. Weitere Informationen zur Kampagne sind unter www.stadtradeln.de/Stadt Kellinghusen2014.html sowie auf www.facebook.com/stadtradeln zu finden. Als Erweiterung gibt es die Meldeplattform Stadtradeln-RADar! und die Stadtradeln-App.

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