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Drei Wochen Ferien im „Schwalbennest“? Jetzt sollen die Eltern dazu befragt werden

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ab 2017 könnte die Kindertagesstätte „Schwalbennest“ während der Sommerferien für drei Wochen geschlossen werden. Ein entsprechender Antrag aus den Reihen der Mitarbeiter wurde gestern Nachmittag im Kita-Beirat diskutiert. Leiterin Susanne Lindemann begründete den Vorstoß unter anderem mit einer längeren Erholungszeit sowohl für die Mitarbeiterinnen als auch für die Kinder. Außerdem ließen sich die über das Jahr fällig werdenden Urlaubstage so sehr viel besser einplanen. Finanziell gesehen wäre die Verlängerung der Schließzeit von zwei auf drei Wochen für die Stadt Wilster praktisch neutral. Rein rechnerisch würde die Umstellung lediglich 34,75 Euro kosten. Lindemann räumte allerdings ein, dass es bei Vätern und Müttern in Einzelfällen zu Problemen bei der Kinderbetreuung kommen könnte.

Diese Bedenken wurden offensichtlich auch schon innerhalb der SPD-Fraktion laut, wie Ann-Christin Martensen, die auch Vorsitzende des Sozialausschusses ist, erkennen ließ. Ihr Vorschlag: Man könnte über die Einrichtung einer Notfallgruppe nachdenken. Das war laut Lindemann auch schon in der Belegschaft diskutiert worden. Das Problem: Wo fängt ein Notfall an? Letztlich müsste es auch für die Kita eine gewisse Planungssicherheit geben, weil ja nicht für jeden Fall Personal vorgehalten werden könne.

In den Reihen der Eltern ist die Ferien-Verlängerung bislang offenbar noch kein Thema. Am Abend vorher hatte es ein Treffen mit allen Elternvertretern gegeben – ohne jede Reaktion. Unklar bleibt, wie das Gros der Eltern dazu steht. Viele von ihnen dürften von der Neuregelung im Jahr 2017 gar nicht mehr betroffen sein. Aus dem Kita-Beirat kam dennoch die Anregung, dazu eine Umfrage zu organisieren, was Susanne Lindemann jetzt auch in die Wege leiten will. Das Ergebnis soll dann in die weiteren Beratungen der zuständigen Gremien einfließen.

Damit der Änderung im Jahr 2017 greifen kann, muss eine Entscheidung spätestens im Dezember vorliegen. Für die erforderliche Änderung der Kindertagesstättenordnung gibt es nämlich eine eineinhalbjährige Vorlaufzeit.

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erstellt am 07.Okt.2015 | 15:54 Uhr

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