zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

18. Oktober 2017 | 21:34 Uhr

Drei Optionen für ein neues Kreishaus

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Sanierung, Innenhofbebauung oder ein Umzug auf das Alsen-Gelände / Politik stimmt für weiteren Planungsauftrag

shz.de von
erstellt am 25.Sep.2014 | 12:19 Uhr

Knapp drei Monate nach dem Bürgerentscheid nimmt die Kreishaus-Planung wieder Fahrt auf. In Vorbereitung auf den Kreistag in der nächsten Woche hat der Hauptausschuss grundsätzlich grünes Licht für eine Fortführung des Projekts gegeben. Gleichzeitig sollen jetzt drei Varianten unter die Lupe genommen werden. Groß diskutiert wurde das Thema allerdings noch nicht.

Machbarkeitsuntersuchung, Kostenrahmen, Wirtschaftlichkeit und ein Vergleich von drei Varianten – dafür soll jetzt ein Architektenbüro beauftragt werden. Geschätzte Kosten: rund 25 000 Euro. Für den Variantenvergleich würden weitere 12 500 Euro benötigt.

Einige Optionen haben Verwaltung und Politik allerdings von vorherein ausgeschlossen. So kommt ein Neubau hinter den jetzigen Fassaden von Bahnhofshotel und Bollhardt’schem Gebäude nicht in Betracht. Auch ein Neubau im Stil der vorhandenen Fassaden scheidet aus, weil dies nicht mit dem im Bürgerentscheid zum Ausdruck gebrachten Wählerwillen in Einklang zu bringen sei. Auch ein Neubau auf einem anderen Itzehoer Grundstück nur für einige Ämter wurde im Vorfeld gestrichen. Nicht in Frage kommen offenbar auch der Ankauf oder die Anmietung eines bereits vorhandenen Gebäudekomplexes. Bleiben am Ende die so genannte Quartierlösung oder ein Neubau für die komplette Kreisverwaltung auf dem Alsengelände. Genau diese Möglichkeiten sollen jetzt auch geprüft werden.

Bei der Quartierslösung gibt es sogar zwei Möglichkeiten. Eine sieht die – auch von der Initiative für den Fassadenerhalt favorisierte – Sanierung der Gebäude Bahnhofshotel und Bollhardt vor. Zuzüglich soll es Neubauten in der Poststraße, der Karlstraße und der Bahnhofstraße als Ersatz für Sozial-, Veterinär- und Gesundheitsamt geben. Die zweite Möglichkeit wäre eine Innenhofbebauung. In dort errichtete Neubauten könnten Jugend-, Sozial-, Veterinär- und Gesundheitsamt sowie Teile des Amtes für Kommunalaufsicht, Schulen und Kultur einziehen. In diesem Fall würden Bahnhofshotel und Bollhardt in die Planung gar nicht erst mit einbezogen. Mit anderen Worten: Der Kreis würde diese Gebäude wohl räumen. Unklar bei dieser Lösung ist allerdings, wo der als notwendig erachtete Multifunktionssaal untergebracht werden soll. Bleibt als dritte Möglichkeit der „Komplettneubau“. Auf Alsen könnte die Kreisverwaltung in ihrer Gesamtheit untergebracht werden. Bisher genutzte Liegenschaften in der Innenstadt würden dann verkauft.

Die jetzt vorgeschlagene Prüfung von drei Optionen fiel bei den Politikern auf fruchtbaren Boden. CDU-Fraktionschef Dr. Reinhold Wenzlaff: „Ein ausgewogener Vorschlag, dem wir mit großer Freude zustimmen.“ Sein SPD-Kollege Rainer Naudiet meinte nur: „Dito.“ Einzig der Einzelabgeordnete der Wählerinitiative WiSt, Hans Emil Lorenz, legte sich schon jetzt gegen einen Komplettneubau fest: „Alsen kommt für mich nicht in Frage.“ Willi Göttsche (FDP) reagierte prompt: „Wir sind gut beraten, uns jetzt noch auf nichts festzulegen. Auch die grüne Wiese sollten wir offen halten.“ Das fand auch Martin Dethlefsen von der Bürgerliste: „Wir sollten jetzt wirklich bei Null anfangen.“ Mit einem ersten aussagekräftigen Zwischenergebnis rechnet die Kreisverwaltung zur Dezember-Sitzung des Kreistages.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen