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Fährverkehr : Drei neue Kanalfähren ab 2019

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Es sind Investitionen von 14,5 Millionen Euro vorgesehen. Langfristig soll die gesamte Flotte am Nord-Ostsee-Kanal ausgetauscht werden.

2019 sollen drei neue Kanalfähren kommen. Das bestätigte auf Anfrage Claudia Thoma, Pressesprecherin der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt mit Sitz in Bonn und Kiel mit.

Zeit wird es, denn älter als manch ein Anleger sind nur die Kanalfähren selbst. Von den 16 an 14 Fährstellen auf dem NOK eingesetzten Fähren ist die Fähre „Oppeln“ mit 49 Jahren im Zuständigkeitsbereich des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) Brunsbüttel, der bis Rendsburg reicht, die Jüngste unter den 45-Tonnen-Fähren. Nur die in Brunsbüttel fahrende große Fähre „Berlin“ (100 Tonnen) ist mit Baujahr 1973 jünger.

Besonders in Burg gab es seit 2014 immer wieder technisch bedingte Ausfälle der eingesetzten Fähren. Der wohl gefährlichste Betriebsunfall ereignete sich im Sommer 2016, als dem Burger Decksmann beim Anlegen plötzlich sein Arbeitsgerät abhanden kam: Die stählerne Schranke war durchgerostet und daher beim Öffnen abgeknickt und ins Wasser gestürzt. Der miserable Zustand der museumsreifen Kanalfähren ist den Verantwortlichen seit langem bekannt.

Den aktuellen Stand der Dinge teilte Claudia Thoma jetzt wie folgt mit: ,,Der Bau der drei neuen 45-Tonnen-Fähren am Nord-Ostsee-Kanal und die betriebsfertige Lieferung wurden am 16. Februar 2017 ausgeschrieben. Schlusstermin für das Einreichen der Angebote ist der 7. Juni. Die Auftragsvergabe kann dann im vierten Quartal 2017 erfolgen. Die erste neue Fähre kann voraussichtlich 2019 in Betrieb genommen werden.“

Die ältesten drei Kanalfähren sollen zunächst ersetzt werden: „Nobiskrug“ (Baujahr 1952), „Hochdonn“ und „Audorf“ (jeweils Baujahr 1953). Thoma: „Es ist vorgesehen mittel- bis langfristig die gesamte Fährflotte am NOK zu ersetzen. Im Bundeshaushalt ist der Bau von drei neuen 45-Tonnen-Fähren am Nord-Ostsee-Kanal mit insgesamt 14,5 Millionen Euro veranschlagt.“

Thoma: „Die Ausschreibung erfolgte später als ursprünglich geplant, weil mit den Kanalfähren im Querverkehr ein Sonderweg beschritten wurde, der längere Abstimmungsgespräche mit der Zulassungsbehörde erforderlich machte.“

Die drei neuen Fähren werden mit besonders umweltfreundlichen Hybridantrieben ausgestattet sein. Durch die neuen Antriebe soll sich der Brennstoffverbrauch und damit auch die Schadstoffimmissionen deutlich reduzieren.

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erstellt am 16.Mai.2017 | 16:30 Uhr

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