zur Navigation springen

Ferien zuhause : Drei Lieblingsplätze in Neuendorf

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Deutschlands kleinste handbetriebene Fähre legt in Neuendorf ab – was der Ort sonst noch zu bieten hat, weiß Bürgermeister Hans-Peter Saß-Thormählen.

Wer als Auswärtiger Neuendorf besucht, kommt zumeist, um Deutschlands kleinster handbetriebenen Fähre einen Besuch abzustatten, oder um die Trinitatiskirche im Dorfzentrum in Augenschein zu nehmen. Auch für Bürgermeister Hans-Peter Saß-Thormählen gehören diese beiden Orte zu seinen ganz persönlichen Lieblingszielen in „seiner“ Gemeinde.

„Unser touristisches Highlight Nummer eins ist wohl die Fähre Kronsnest“, sagt Saß-Thormählen, der im Hauptberuf Landwirt ist. Die „Hol Över“, der hölzerne Fährkahn, hat 1993 seinen Betrieb aufgenommen. Was eigentlich nicht ganz stimmt, denn bis 1968 war die Fähre bereits an gleicher Stelle im Dienst. Als sie jedoch Ende der 60er Jahre nicht mehr rentabel war, wurde sie geschlossen. Bis sich 1992 der Trägerverein gründete, der für die Wiederflottmachung der Fähre sorgte. Gerade einmal sechs Personen (plus Fahrräder) haben auf der „Hol Över“ Platz.

Saß-Thormählen geht auch gern auf dem angrenzenden Krückau-Deich spazieren. „Da darf man rauf, weil sich der Deich nicht in Privatbesitz befindet“, erklärt der Bürgermeister. „Aber man sollte gut aufpassen, dass man nichts kaputt macht.“

Kaputt ist ein gutes Stichwort. Denn in der Trinitatiskirche ist man gerade dabei, die wertvolle Orgel wieder auf Vordermann zu bringen, die Mitte des 18. Jahrhunderts von Johann Matthias Schreiber aus Glückstadt gefertigt wurde. Rund 80  000 Euro wird die Sanierung voraussichtlich kosten. Ebenso sehenswert wie die Orgel sind der Taufengel von 1787, der Altar sowie die Kanzel, die 1636 von Gutsverwalter Hans Horst gestiftet wurde.
Auch die Kirche als solche ist ein Schmuckstück. Das Gotteshaus sei weithin „bekannt als Hochzeitskirche“, erklärt Saß-Thormählen. Und wer möchte, könne gleich nach der Trauung noch einen rund 1,5 Kilometer langen Spaziergang unternehmen. „Der Wanderweg beginnt gleich auf der anderen Straßenseite am Ende des Parkplatzes“, verrät Neuendorfs Bürgermeister.

Der hat noch einen dritten Lieblingsort, der ein echter Geheimtipp ist – und außerdem ausgesprochen privat: „Zu meinen Lieblingsplätzen gehört meine Hof-Terrasse.“ Die ist wahrlich ein Kleinod der sehenswerten Art. Von weiß getünchten Zierelementen umgeben, reihen sich unzählige bunte Blumenkübel aneinander. Der Blick geht bis hin zum Elbedeich, und Sonne ist fast den ganzen Tag über garantiert.

„Manchmal können wir von hier aus sogar die Aufbauten der großen Pötte sehen“, freut sich Saß-Thormählen. Nur das Wasser, nein, das sei leider selbst vom höher gelegenen ersten Stock aus nicht erkennbar. „Dafür ist der Deich einfach zu hoch.“





zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen