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SHMF zum Stadtjubiläum : Drei Konzerte der Extraklasse

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Im Jubiläumsjahr der Stadt gastiert das Schleswig-Holstein Musik Festival mit drei Ausnahmemusikern in Glückstadt.

Drei besonders hochwertige Konzerte gibt es in diesem Jahr in Glückstadt im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festivals (SHMF) zu hören. Das kündigten der Förderverein für Musik in der Stadtkirche, Rüdiger Bruchmann von der Firma Steinbeis und der Intendant des SHMF, Christian Kuhnt, im großen Konferenzsaal von Steinbeis an.

„Schon 2013, kurz nachdem ich als Intendant die Festivalleitung übernommen hatte, erreichte mich eine E-Mail aus Glückstadt mit dem Hinweis, dass man hier im Jahr 2017 das 400-jährige Stadtjubiläum feiert und darauf hoffe, dass das SHMF dann mit mehreren Konzerten hier zu Gast ist“, erinnerte sich Kuhnt. Und Jürgen Böttcher, Vorsitzender des Fördervereins für Musik, der diese E-Mail verfasst hatte, blieb weiterhin hartnäckig. So kam man schließlich ins Gespräch und plante gemeinsam drei außergewöhnliche Konzerte in der Glückstädter Stadtkirche.

Zuerst schwärmte Böttcher von Klaus Florian Vogt. „Ich war mir nicht sicher, dass wir den weltbesten Wagner-Tenor dieser Zeit in die Glückstädter Stadtkirche bringen könnten“, berichtete Kuhnt weiter. Der jedoch sagte rascher zu als gedacht. Schnell fiel ein zweiter Name: Martin Stadtfeldt als einer der führenden Interpreten der Musik Johann Sebastian Bachs. Und auch er konnte für ein Konzert in Glückstadt gewonnen werden.

„Jetzt wollte ich noch einen drauf legen und brachte Sol Gabetta ins Gespräch“, so Christian Kuhnt schmunzelnd. Was keiner erwartet hatte: Auch die Cellistin sagte zu. So kommen die Gäste in der Stadtkirche im Juli und August in den Genuss dreier Konzerte, die es in dieser Qualität in Glückstadt sicher nicht alle Tage zu hören gibt.

Den Beginn macht am 18. Juli ab 20 Uhr Martin Stadtfeld. Er spielt neben den Goldberg-Variationen noch eine Ouvertüre von Bach sowie das Menuet antique von Maurice Ravel. Letzterer ist im Übrigen auch Schwerpunkt-Komponist auf dem diesjährigen Festival. In mehr als 60 der insgesamt 193 Konzerten werden seine Kompositionen gewürdigt.

Das nächste Konzert in Glückstadt bestreitet am 4. August Klaus Florian Vogt mit „Die schöne Müllerin“ von Franz Schubert. Der Startenor aus Dithmarschen hat in den vergangenen Jahren immer mehr den Liedgesang für sich entdeckt. Und die Liebes- und Leidensgeschichte des wandernden Müllersgesellen hat es ihm eben besonders angetan. Am 23. August wird Sol Gabetta den Konzertreigen in Glückstadt mit einem bunten Programm beenden. Sie spielt Werke von Ludwig van Beethoven, Benjamin Britten und Frédéric Chopin.

Alle drei Konzerte werden tat- und vor allem finanzkräftig unterstützt von vielen Sponsoren, allen voran in diesem Jahr die Firma Steinbeis. Auch Bürgermeisterin Manja Biel freute sich, dass diese drei Konzertereignisse in diesem Jahr mit vereinten Kräften ermöglicht werden konnten. Ebenso Pastor Stefan Egenberger als „Hausherr“ der Stadtkirche. Er wies darauf hin, dass im Jahr 2019 die Kirche ihr 400-jähriges Bestehen feiert. Bis dahin soll dann auch die neue Orgel einsatzbereit sein.

Christian Kuhnt nahm den Hinweis interessiert auf. Im Rahmen des SHMF sei die Grenze der Belastbarkeit mit 193 Konzerten an 106 verschiedenen Spielstätten eigentlich erreicht, aber: „Ich bin so verführbar.“

Eine gute Nachricht für alle Musikfreunde zum Schluss: Im letzten Moment sind noch einige zusätzliche Plätze in der Stadtkirche als Hörplätze zur Verfügung gestellt worden. Auf der hinteren Empore ist die Sicht auf den Altarraum zwar schlecht, die Akustik aber ebenso gut wie in der übrigen Kirche. Karten für diese Plätze sind für alle drei Konzerte jetzt noch zu erwerben. Außerdem sind für das Konzert mit Martin Stadtfeldt am 18. Juli noch Karten für Plätze mit eingeschränkter Sicht zu erhalten.

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