zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

21. August 2017 | 03:10 Uhr

Lkw-Bergung : Dorfchef stoppt Aktion

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der verunglückte Sattelzug in Bloemesche Wildnis wird zunächst nicht geborgen. Die Aktion einer Firma aus Hannover, den Lastwagen aufzurichten und weg zu schleppen, untersagt Bürgermeister Niels Schilling.

Es war nachts, als eine Firma aus Hannover versuchte, den Lastwagen zu bergen. Dieser war vor einigen Tagen im Katzheider Weg verunglückt. Dort ist der Weg nur zwei Meter breit und beidseitig von Gräben „eingekesselt“. Bürgermeister Niels Schilling stoppte die Aktion letztlich. Vor Ort war auch die Polizei.

Mitglieder der Feuerwehr Blomesche Wildnis – sie hatten Freitagabend Dieselkraftstoff aus dem havarierten Laster abgepumpt – sahen vom Gerätehaus aus eine nächtliche „Festbeleuchtung“ an der ansonsten finsteren Unfallstelle. Sie fuhren zum Katzheider Weg zurück und trafen auf eine Bergungsfirma aus Hannover. Sie war von der geschädigten Spedition beauftragt, den Lkw zu bergen. Die Mitarbeiter wollten mit Hilfe von zwei Bergungskränen den Sattelzug wieder aufrichten und zum Neuendeich schaffen. Hierzu waren die zwei 26-Tonner, wie schon der Berliner Laster am Dienstag – widerrechtlich in den mit 5,5 Tonnen gewichtsbegrenzten Wirtschaftsweg hineingefahren und standen bereits am verunglückten Lkw.

Zur Klärung der Angelegenheit wurde kurz nach 23 Uhr Bürgermeister Niels Schilling zum Unfallort beordert. Auch die Polizei wurde gerufen. „Wenn der Sattelzug gehoben wird, kommt noch mehr Gewicht als die ohnehin schon 26 Tonnen auf die Achsen und der Katzheider Weg ist endgültig kaputt“, sagte Schilling und entschied auf Abbruch der Bergungsaktion. Was die extra aus Hannover angereiste Bergungsfirma zwar nicht begeisterte, was aber dennoch befolgt wurde.

„Man wird sich anderweitig Gedanken machen müssen, wie man den Laster da wieder weg bekommt“, erklärte Schilling. Der Katzheider Weg sei erst kürzlich für zehntausende von Euro saniert worden. Deshalb werde es eine Bergung über diesen Weg nicht geben. Die Polizei schlug ein Gutachten vor – zu prüfen, wie schwer Bergungsfahrzeuge sein dürfen. Vermutlich werde es auf eine Bergung über den zwischen den Straßen Am Neuendeich und Katzheider Weg liegenden Acker hinauslaufen. „Und wenn alles nicht funktioniert, muss der Sattelzug aus Kostengründen nötigenfalls vor Ort zerlegt werden“, so Schilling.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen