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Doppelte „Miete“ in den Schlichtwohnungen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Benutzungsgebühren für die Obdachlosenunterkünfte am Ortseingang von Wilster werden mit Beginn des Jahres mehr als verdoppelt. Erwartungsgemäß stimmte der Amtsausschuss Wilstermarsch jetzt der erforderlichen Satzungsänderung zu. Künftig werden pro Quadratmeter statt vier Euro 8,10 Euro pro Monat fällig. Das schließt unter anderem Heizkosten mit ein. Für Strom müssen die Bewohner allerdings selbst aufkommen.

Beidenfleths Bürgermeister Peter Krey machte deutlich, dass dieser gewaltige Sprung nach oben in der Bevölkerung auf Unverständnis stoße. Von Seiten der Verwaltung wurde allerdings darauf hingewiesen, dass es sich nicht um eine Miete im klassischen Sinne handele, sondern um Gebühren. Ein Gebührenhaushalt müsse stets ausgeglichen gestaltet werden.

Offenbar waren die Unterkünfte für das Amt in der Vergangenheit zunehmend ein Zuschussgeschäft. Die derzeitigen Gebühren rühren noch aus dem Jahr 2011. Damals seien sie eins zu eins von D-Mark in Euro umgewandelt worden. Amtsvorsteher Helmut Sievers: „Das musste jetzt einmal auf den Prüfstand.“ Unter die Lupe genommen habe man übrigens auch die Pachten bei amtseigenen Ländereien, was zu Steigerungen von 50 Prozent geführt habe. Der Sprecher räumte ein, dass auch er bei der neuen Gebührenhöhe erst einmal habe tief Luft holen müssen. Letztlich sei es aber eine reine Kostenrechnung. Die Anhebung der Gebühren wurde dann ohne weitere Diskussion einstimmig beschlossen.

Ebenfalls einstimmig wurde aber auch die Komplettsanierung der jetzt 25 Jahre alten Wohnungen abgesegnet. Geplant sind unter anderem der Einbau einer zentralen Gasheizung, die Modernisierung der Bäder und diverse Malerarbeiten. Insgesamt werden 90  000 Euro in den Gebäudekomplex gesteckt, der auf Dammflether Gebiet steht.

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erstellt am 19.Nov.2015 | 00:32 Uhr

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