Mitmachaktion : Doppelt sicher fahren

Nicht geschafft: Dennis Krämer bei einem Ausweichmanöver auf dem Gelände des Verkehrsinstituts Nord.
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Nicht geschafft: Dennis Krämer bei einem Ausweichmanöver auf dem Gelände des Verkehrsinstituts Nord.

Fahrsicherheitstraining als Gemeinschaftsaktion unserer Zeitung mit den Itzehoer Versicherungen

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14. Juli 2015, 05:00 Uhr

Die Klischees werden gleich zu Beginn bedient. Als die Teilnehmer des Fahrsicherheitstrainings auf dem Gelände des ehemaligen Bundeswehr-Flugplatzes Hungriger Wolf auf ihre Trainer warten, versucht Sibylle Bremer einzuparken. Nach mehreren Zügen gelingt es ihr, den Wagen einigermaßen parallel zum Bordstein zwischen zwei andere Fahrzeuge zu bugsieren. „Geht vielleicht noch besser“, sagt die Redakteurin des Nordfriesland Tageblatts und handelt sich dafür ein paar kritische Blick ein – auch von Dennis Krämer, einem Kollegen, der für den Sportteil bei den Elmshorner Nachrichten schreibt.

Die beiden sind mit vielen anderen Redakteuren unserer Zeitung und der Itzehoer Versicherungen auf das Gelände des Verkehrsinstituts Nord am Hungrigen Wolf gekommen, um auszuprobieren, was die Leser der Zeitungen des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages und des A-Beig-Verlages bald selbst erfahren können – im wahrsten Sinne des Wortes. Sie können sich für ein Sicherheitstraining zum einmaligen Vorzugspreis anmelden (siehe neben stehender Bericht).

„Sie oder Ihre Autos werden schnell an ihre Grenzen stoßen“, sagt Fahrtrainer Volker Stolley. Er zeigt den Teilnehmern, wie lang ein Bremsweg sein kann. Mit Tempo 30 fahren die Teilnehmer auf ein Hindernis zu, müssen dann abrupt bremsen und ausweichen. „Das unterschätzt man leicht“, sagt Dennis Krämer, der mit seinem Audi gerade noch die Pylone umfahren konnte. Doch bei Tempo 50 ist für ihn Schluss, der Wagen lässt sich nicht mehr kontrollieren – trotz Bremsassistent. „Es ist schon unglaublich, wie sich ein Bremsweg auf nasser Fahrbahn verlängert“, sagt der Sportredakteur. „Das versteht man erst so richtig, wenn man es selbst ausprobiert hat.“

Doch die Teilnehmer lernen noch mehr kennen. Fahrtrainer Tim Hellfeuer zeigt ihnen, wie sie die Kurvenlage ihres Autos besser beherrschen können. Und sein Kollege Michael Breitling erläutert, wie wichtig die richtige Einstellung von Spiegel, Gurt und Sitz sein kann. „Das kann unter Umständen Leben retten.“

Sechs Stunden dauert das Training. „Da nimmt man schon eine Menge mit“, sagt Dennis Krämer, der an seiner letzten Station bei Fahrtrainer Michael Breitling auch das parallele Einparken üben muss. Seine Kollegin Sibylle Bremer hat den Part schon souverän gelöst, aber der Sportredakteur tut sich schwer, seine Erinnerungen an die Fahrschule scheinen nicht mehr zu genügen. „Sie müssen die Spiegel auf die Reifen richten. Wenn Sie neben der Parklücke sind, voll einschlagen. Und wenn der hintere linke Reifen den Parkstreifen überquert, dann voll einschlagen – und schon sind Sie drin“, sagt Breitling. Im nächsten Versuch schafft Krämer es – und ist sichtlich erleichtert, als er den Marketingchef der Itzehoer Versicherungen, Thiess Johannssen, mit seinem Kompakt-SUV vorbei fahren sieht. Der Wagen verfügt über eine Einparkhilfe, die Johannssen allerdings noch nie benutzt hat. Und prompt zeigt sich, dass auch das Bedienen der Technik gelernt sein will, denn die Automatik will den Marketingchef immer in die falsche Parklücke einparken lassen. Nach einigen Einweisungen von Trainer Michael Breitling gelingt es Johannssen dann doch noch, seinen Wagen ohne Berühren des Lenkrades einzuparken – allerdings muss er danach auch in das grinsende Gesicht von Dennis Krämer blicken. Doch Johannssen nimmt es locker als er die Teilnehmer des Fahrsicherheistrainings verabschiedet: „Sie fahren jetzt hoffentlich doppelt so sicher nach Hause.“

Hier können Sie sich direkt online anmelden: shz.de/fahrsicherheitstraining

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