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Doppelkopf, Bingo und Gymnastik: Altbäuerin hat viele Hobbys

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 06.Jan.2016 | 00:32 Uhr

Ihr Leben im DRK-Seniorenzentrum Wilster ist für die Rentnerin Elisabeth Schade, geb. Kiene, bei weitem nicht langweilig. Die Altbäuerin, die seit vier Jahren im Altenheim betreut wird, liest jeden Tag ihre Heimatzeitung, verfolgt im Fernsehen am liebsten Übertragungen vom Wintersport und von der Leichtathletik, trifft sich mit Freunden regelmäßig zum Doppelkopf, betreibt Gymnastik, besucht die wöchentlichen Bingonachmittage und Gesprächsrunden und ist dankbar: „Wir haben dabei immer viel Spaß!“

Heute ist für Elisabeth Schade ein ganz besonderer Tag: Sie vollendet ihr 95. Lebensjahr und hat aus diesem Anlass zu Kaffee und Kuchen in die Cafeteria des Heimes eingeladen. In wenigen Tagen folgt die Geburtstagsfeier im Kreise der Familie und Freunde im Gasthaus Sell in Brokdorf.

Früher waren Kochen und Backen für die rüstige 95-Jährige eine große Leidenschaft. Jetzt im hohen Alter braucht sie nicht mehr am Herd zu stehen. „Ich werde bestens versorgt und fühle mich hier inzwischen auch ganz wohl“, ist die Jubilarin dankbar. Auch die Handarbeiten wie Stricken und Sticken hat sie aufgegeben.

Elisabeth Schade stammt aus Beidenfleth-Dodenkop, war als junges Mädchen in verschiedenen Haushalten in Timmendorf und Bargteheide, in Wewelsfleth und Beidenfleth tätig und lernte 1949 ihren Ehemann Henning Schade kennen. „Dat weer biet Danzen op den Sool von Schlüters Gasthof in Wewelsfleth“, ist dieser Tag der 95-Jährigen bis heute unvergesslich geblieben. Noch im selben Jahr heirateten beide und bewirtschafteten 30 Jahre den idyllisch an der Wilsterau in Averfleth gelegenen Bauernhof. Hier schmiss Elisabeeth Schade nicht nur den Haushalt, sondern unterstützte ihren Mann auch beim täglichen Melken und Füttern, bei der Heuernte und beim Laden.

1979 verkauften die Eheleute Schade ihren Bauernhof und zogen in ihr neues Eigenheim im Neubaugebiet „Im Winkel“ in Wilster. Hier blieb die Jubilarin auch nach dem Tod ihres Mannes 1996 wohnhaft, ehe sie vor vier Jahren ins Seniorenzentrum zog. Über 60 Jahre war sie Mitglied im DRK Wilster-Land und im Landfrauenverein Wilstermarsch. Sie freut sich über ihre inzwischen immer größer gewordene Familie mit drei Söhnen und drei Töchtern, sechs Enkelkindern und fünf Urenkeln.

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