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Norddeutsche Rundschau

19. August 2017 | 05:59 Uhr

Hilfsaktion : Dolling Huus wurde zum Basar

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Flüchtlinge nahmen in St. Margarethen eine Fülle von Spenden dankend an.

Üblicherweise treffen sich die in St. Margarethen und Brokdorf untergebrachten Flüchtlinge – sie kommen vorwiegend aus Syrien und Afghanistan – an jedem Freitag von 16 bis 18 Uhr zu einem „internationalen Café“ im St. Margarethener Dolling-Huus. Diesmal gab es für die aus den Kriegsgebieten ihrer Heimat geflohenen Migranten eine ganz besondere Aktion. Der Saal des Dorfzentrums war zu einem regelrechten „Flüchtlings-Basar“ umfunktioniert worden. Hier hatten die Männer, Frauen und Kinder die freie Auswahl an gespendeten Kleidungsstücken, Schuhen, Bettwäsche und Spielzeug – natürlich für sie alle völlig kostenlos.

Svenja Bolten, Ehefrau des St. Margarethener Bürgermeisters Volker Bolten, sieht keine Probleme innerhalb der Gemeinde im Umgang mit den ausländischen Neubürgern. „Hier bei uns leben zurzeit 62 Migranten“, berichtete Svenja Bolten. St. Margarethen steht damit in der Wilstermarsch an der Spitze aller Gemeinden – noch vor der Stadt Wilster. Und die Integration nimmt Fahrt auf. „Sie passen sich alle sehr gut an.“ Bisher konnten alle Migranten in freien Mietwohnungen der St.-Pauli-Wohnblocks am Wilhelm-Jensen-Weg Unterkunft finden. In Kürze soll eine neue Familie im Haus v. Osten gegenüber dem Dolling-Huus eine Bleibe finden.

Ganze Familien, junge Männer und Frauen und auch die Kinder stöberten auf dem Basar in den ausgelegten Sachen. Ein Syrer schnappte sich gleich zwei schwere Schlittschuhstiefel, die Kinder setzten sich stolz einen bunten Fahrradhelm auf den Kopf oder nahmen Plüschtiere in den Arm. Die beiden 17-jährigen Afghanen Hamid Heidari und Farhad Kuofi probierten dagegen vornehmlich eine warme Jacke bzw. ein gut erhaltenes Sweatshirt an. Auch Flüchtlinge aus Brokdorf waren mit ihren ehrenamtlichen Betreuern nach St. Margarethen gekommen, um auf dem zweistündigen Flüchtlingsbasar zu stöbern.

Die Hilfe für die Flüchtlinge muss weitergehen. „Wir brauchen noch weitere ehrenamtliche Helfer für das wöchentliche internationale Café“, wirbt Svenja Bolten um noch mehr Unterstützung. Auch die Begleitung zu Ärzten und Behörden oder sogar ins Krankenhaus – aktuell geht es um eine schwangere Frau aus Afghanistan – muss gesichert werden.

Bei der Vorbereitung des Basars konnte sich Svenja Bolten auf vielfältige Unterstützung verlassen. Ihr zur Seite standen Martina Gravert, Elske Kloppenburg und Uschi Bonn sowie weitere Helferinnen und Helfer.


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