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Dörte Harms kämpft um ihr Bürgermeister-Amt

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erstellt am 13.Mai.2013 | 10:02 Uhr

Krempdorf | Noch Mitte Februar schien es, als stehe Dörte Harms (Foto) als alte und neue Bürgermeisterin von Krempdorf fest. Die Lehrerin ist seit 1990 ehrenamtliche "Chefin" ihres Dorfes und sagte im Gespräch zu unserer Dorfporträt-Wahlserie: "Ja, ich würde es wieder machen." Das war allerdings, bevor die Kommunale Wählervereinigung (KWV) ihre Kommunalwahl-Kandidaten kürte. Seither ist es nicht mehr sicher, dass Harms Bürgermeisterin bleibt. Denn die 60-Jährige wurde von ihren KWV-Kollegen nur auf den vierten Listenplatz gewählt.

In Krempdorf tritt nur die Wählervereinigung zur Wahl am 26. Mai an. Damit steht fest, das aus ihren Reihen auch der neue Bürgermeister hervorgehen wird. Auf Platz eins der Liste steht Ilona Diedrichsen, auf Platz zwei folgt Bernd Schwartkop. Beide erhielten während der KWV-Kandidatenkür gleich viele Stimmen. Über die Vergabe des Bürgermeisteramtes entscheidet jedoch erst die neue Gemeindevertretung, die vermutlich am 20. Juni zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen kommen wird.

Dörte Harms betont, dass sie "gern wieder bereit" stehe. Ihren Listenplatz vier versteht sie "als deutlichen Schuss vor den Bug" und als Ausdruck dafür, "dass wir hier im Dorf und in der KWV längst nicht immer einer Meinung sind". Das gelte insbesondere für die großen Projekte, angefangen vom Windpark bis hin zur zentralen Ortsentwässerung.

Bislang stand Dörte Harms immer auf Listenplatz eins. "Einige sind vielleicht der Meinung, dass ein Wechsel nicht schaden könne", vermutet sie. Doch letztlich seien es Krempdorfs Einwohner, die über den neuen Bürgermeister entscheiden würden. "Wichtig dafür ist, wer von unseren Bürgern am 26. Mai die meisten Stimmen bekommt", so Harms, die betont, "dass wir kritische und mündige Einwohner haben".

Die 60-Jährige lässt keine Zweifel aufkommen, dass sie ihr Ehrenamt nicht kampflos aufgeben wird. Gerade erst hat sie alle Haushalte im Ort besucht, um über die A-20-Planung aufzuklären. "Uns droht über Jahre hinweg ein permanenter Lkw-Verkehr durchs Dorf", sagt sie. Die Besuche nutzte sie auch, um "ihre" Bürger über die bevorstehenden Wahl zu informieren. "Aber nur ganz am Rande", wie sie versichert.

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