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Norddeutsche Rundschau

20. Oktober 2017 | 00:44 Uhr

Entschieden : Docke: Teure Arbeiten verschoben

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Gutachter sieht Bedeutung des Areals anders als Politiker. Studenten sollen Verbesserungsvorschläge machen.

von
erstellt am 24.Jun.2016 | 05:00 Uhr

190  000 Euro für eine neue Pflasterung auf der Docke – damit beschäftigten sich die Mitglieder im Bauausschuss. Die finanziellen Mittel waren bisher im städtischen Haushalt mit einem Sperrvermerk gekennzeichnet. Die Verwaltung wollte jetzt wissen, ob das Geld noch in diesem Jahr verbaut werden soll. „Es geht um eine Entscheidung“, erklärte Bürgermeisterin Manja Biel. Entschieden wurde: Erst einmal wird in diesem Jahr nichts getan.

Ausschussvorsitzende Birgit Steup (Grüne) plädierte dafür, den Punkt zu vertagen. Es sollte erst das Gutachten zum Areal der Docke, das in Arbeit ist, abgewartet werden. Hierbei handelt es sich um ein Gesamtkonzept für das Hafengebiet. Bauamtsleiter Lüder Busch erklärte zum Antrag von Birgit Steup: „Der Gutachter hat bereits mitgeteilt, dass die Docke nicht von der Bedeutung ist, wie wir es gedacht haben.“ Er schlug vor, die Geldsumme in den Haushalt 2017 zu stellen. Denn es gebe das Angebot von der Fachhochschule Westküste, dass sich Studenten das Areal ansehen und anschließend Verbesserungsvorschläge ausarbeiten würden.

Dass etwas getan werden sollte, dieser Punkt war bei den meisten Politikern unstrittig. „Die Docke braucht Zeit, um sich an den Bedürfnissen zu orientieren“, sagte Jörn Ehlers (FDP). Meike Sierck (SPD) erklärte: „Die Docke wird schlecht geredet.“ Dort seien viele Menschen, hat sie beobachtet, die die Fläche nutzen würden.

Doch es gab auch andere Stimmen. Siegfried Hansen (Piraten) sprach von einer Bankrotterklärung. „Es macht keinen Sinn, Geld in die Docke zu stecken.“

Das touristische Gesamtkonzept ist noch in der Bearbeitung und wird begleitet durch eine Lenkungsgruppe, die mit Vertretern der Fraktionen, des Tourismusbüros und der Verwaltung besetzt ist. In der Sitzung der Lenkungsgruppe im Mai wurde vorgeschlagen, über wesentliche Aussagen des Gesamtkonzeptes zu beraten, teilte Lüder Busch mit. Dabei sei deutlich geworden, dass die Docke „keinen wesentlichen Beitrag zur touristischen Anziehungskraft der Stadt Glückstadt leistet“ beziehungsweise leisten werde. „Aus diesem Grund wird das touristische Gesamtkonzept keine vertieften Aussagen zur zukünftigen Nutzung der Docke treffen.“

Vielmehr sei vorgesehen, dass Studenten der Fachhochschule Westküste nach vergleichbaren Projekten und Nutzungsideen suchen. Dies soll im kommenden Wintersemester stattfinden. Mit einem Ergebnis sei erst im Frühjahr 2017 zu rechnen.

In der Vorlage für die Politiker hieß es: Nach derzeitigem Stand seien keine Nutzungsideen für eine Pflasterung erkennbar, die dadurch behindert würden, dass bisher unbefestigte Flächen gepflastert werden.

In der Haushaltsstelle sind insgesamt 230  000 Euro veranschlagt für die Pflasterung der Docke (150  000 Euro), für die Entwässerung (40  000 Euro) und für einen Wohnmobilplatz (40  000 Euro).

Laut Planung sollen zirka 2700 Quadratmeter Fläche mit einem Asphaltband – zur Angleichung – umgeben und gepflastert werden.



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