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Norddeutsche Rundschau

24. Oktober 2017 | 06:10 Uhr

Politik : Docke soll attraktiver werden

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Glückstädter Politiker verabreden sich zur Ideensammlung / Bauamtsleiter befürwortet Stellplätze für Wohnmobile, um Vandalismus zu verhindern

von
erstellt am 04.Sep.2014 | 12:00 Uhr

Die Docke soll noch mehr belebt werden. Darin waren sich Politiker und Vertreter der Stadtverwaltung im jüngsten Wirtschaftsausschuss einig. Zur Diskussion kam es, weil Dr. Siegfried Hansen von den Piraten vor einigen Wochen Kritik geübt hatte (wir berichteten).

Zur Diskussion um die Attraktivität der Docke erklärte Bauamtsleiter Dr. Lüder Busch: „Es gibt Erwartungen, die uns so nicht klar waren.“ Er sehe in der großen Fläche Chancen, warb aber um Verständnis: „Die Stadtverwaltung ist keine Event-Agentur.“ Veranstaltungen müssten von Profis gemacht werden. Dr. Busch ist zuversichtlich, dass dies ab 2015 besser klappen könnte. Er stelle sich Veranstaltungen vor, die für Glückstadt ein Alleinstellungsmerkmal haben, die es woanders noch nicht gibt. Wenn die Stadt selbst attraktive Veranstaltungen organisiere, würde das Personalkosten nach sich ziehen. „Wir hoffen auf privates Engagement. Vielleicht braucht alles einfach nur Zeit“, so der Bauamtsleiter

Zudem würde Dr. Busch befürworten, dass auf der großen Fläche auch Wohnmobilisten stehen. Durch ihre Anwesenheit werde Vandalismus vermieden. „Wir haben im Haushalt Mittel für eine Entsorgungsstation“, erklärte er. Ein Problem sieht er aber für den jetzigen Wohnmobilstellplatz an der Mole. Denn dieser Platz sei vom Amt für Küstenschutz derzeit nur geduldet. Die Gefahr bestünde, dass dieser Platz dann gekündigt wird. Die Stadt würde ihn gerne wegen seiner besonderen Lage erhalten.

Christine Berg von den Grünen hatte sich auch bereits Gedanken gemacht. Sie kann sich auf der Docke unter anderem ein Sommerkino vorstellen, kulturelle Open-Air-Veranstaltungen und eine „regenfreie Bühne“. Sie forderte alle Stadtvertreter auf, sich gemeinsam Gedanken zu machen. Dieser Vorschlag wurde von den Politikern allgemein positiv begrüßt. „Ich sehe die Docke positiv“, sagte Christine Berg. „Dort lässt sich viel machen. Es muss sich entwickeln.“ Zudem regte sie an, dort das Sommerfest der Stadtvertreter zu feiern.

Jörg Behrens, bürgerliches Mitglied der SPD, begrüßte die Themenfindung innerhalb der Politik. Er schlug vor, dass sich alle Mitglieder des Wirtschaftsausschusses vor Ort treffen und eine Begehung machen.

Ulrich Koch (SPD) äußerte sich ebenfalls sehr zuversichtlich: „Ich gehe dort jeden Tag spazieren und erlebe viel.“ Beeindruckt hat ihn, dass die Skater ihre Anlage auf dem Areal selber fegen und von Müll befreien. Und er plädierte dafür, der Natur mehr Raum zu geben. „Die Brombeeren dort sollten nicht gleich zurückgeschnitten werden.“ Auch anderen Pflanzen sollten sprießen dürfen.

Gekommen war auch ein Bürger, um Vorschläge zu unterbreiten. Hardy Kasperek hatte ein Papier für die Politiker dabei. Unter anderem schlug er vor, auf der Docke alte Fischerboote aus Holz aufzustellen. „Bunt angestrichen wären sie ein Blickfang“, so Kasperek. Und mit geringen Mitteln könnten „Leuchttürme“ aus ausgedienten Tonnen errichtet werden. Die Beleuchtung könnte über Solarmodule geregelt werden.

Auch Bürgermeister Gerhard Blasberg bat die Politiker, Vorschläge einzureichen, um die Attraktivität des Geländes zu steigern.

 

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