Doch noch Hoffnung für den ISV

Teilabzug vom Lehmwohld gehört zur Lösung

shz.de von
09. März 2018, 18:10 Uhr

Hat der Itzehoer SV wieder eine Perspektive? Nach der Sitzung des Bildungsausschusses sieht es so aus. Eine „tragfähige Lösung“ soll erarbeitet werden, so ist es beschlossen. Dazu gehören einschneidende Veränderungen für den Verein, der sich im vorläufigen Insolvenzverfahren befindet.

Das Stadion am Lehmwohld sei etwas Besonderes, der ISV hänge daran, sagte Notvorstand Stephan Ulrich. „Aber was nicht geht, geht halt nicht.“ Die Unterhaltungskosten in Höhe von 30 000 Euro jährlich sind es, die den Verein drücken. Wie es gehen könnte, erläuterte Bürgermeister Andreas Koeppen: Punktspiele trägt der ISV ab kommender Saison im Stadion am Sandberg aus. Am Lehmwohld werden für das Training nur noch der Kunstrasenplatz und die Gebäude genutzt für eine Übergangszeit, dann siedelt der ISV auf die Anlage an der Kaiserstraße um, die dafür hergerichtet werden müsste.

Zudem braucht der Verein Geld, um die Eröffnung des Insolvenzverfahrens im Mai abzuwenden und den laufenden Betrieb zu finanzieren. Diese Mittel, so der Vorschlag, könnten fließen durch eine frühzeitige Entschädigung aus dem Erbpachtvertrag mit der Stadt. Dieser gilt für das Grundstück, auf dem die Gaststätte steht, und läuft bis Ende 2027. Eigentlich hat der ISV erst dann einen Anspruch auf einen Teil des Nutzwertes. Aktuell wird bereits ein Wertgutachten erstellt.

Vor allem den Kunstrasenplatz wolle der ISV gern lange nutzen, sagte Ulrich. Der Pachtvertrag für das Sportgelände am Lehmwohld läuft bis Ende 2024, das gebe ein Zeitfenster vor, so Andreas Arndt, Leiter des Amtes für Bildung. Niemand wolle den ISV aus der Pacht für das halbierte Grundstück vertreiben, betonte Koeppen. „Es gibt überhaupt keine Entscheidung, was mit dem Gelände passiert.“

Der Beschluss fiel bei einer Gegenstimme von Carl-Heinrich Peters (IBF). Ulrich muss sich dazu nun ein Votum im ISV holen. Dort gebe es, berichtete er, „eine ungebrochene Bereitschaft, den Verein weiterhin verantwortlich zu führen“.


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