Ehrenamt : DLRG will eigenes Rettungsboot

Leben retten – wie hier in der Matjeswoche demonstriert – will die Glückstädter DLRG ab Sommer dieses Jahres mit einem vereinseigenen Motorrettungsboot. Dafür werben sie um Unterstützung.
Leben retten – wie hier in der Matjeswoche demonstriert – will die Glückstädter DLRG ab Sommer dieses Jahres mit einem vereinseigenen Motorrettungsboot. Dafür werben sie um Unterstützung.

Anschaffung für Einsätze rund um Glückstadt kostet rund 12000 Euro. Sponsoren für Restbetrag von 5000 Euro gesucht.

shz.de von
22. Januar 2018, 05:49 Uhr

Die Idee spukte schon lange in den Köpfen. Bis sich vor einem Jahr die Vision konkretisierte: „Wir wollen uns ein eigenes Motorrettungsboot anschaffen“, beschlossen die Mitglieder des DLRG-Ortsverbands Glückstadt.

Gedacht, gesagt, getan. Nach längerer Erkundungsphase wurden Vereinsvorsitzender Henryk Hoppe und Thomas Lempfert, technischer Einsatzleiter, im westfälischen Lippstadt bei einem Spezialhändler fündig. Da stand genau das Modell, das sich die Glückstädter vorstellten. Ein Schlauchboot mit Alu-Flachboden, 4,30 Meter lang, ausgerüstet mit 30-PS-Außenborder und sämtlichem erforderlichen Zubehör plus Trailer. „Das ist das Boot, das wir in den Einsatzgebieten Glückstädter Binnen- und Außenhafen, Elbe, Stör, Krückau, Pinnau und an der Ostsee einsetzen können“, so Lempfert.

Bisher mussten sich die Glückstädter zur Absicherung örtlicher Veranstaltungen auf dem Wasser wie in der Matjeswoche, beim Drachenbootrennen oder Triathlon Boote ausleihen. „In Zukunft wären wir unabhängig. Wichtigster Aspekt ist allerdings die forcierte Ausbildung der Wasserrettungsgruppe, der Jugend-Einsatz-Teams und natürlich der Bootsführer. Der Einsatz im zentralen Wassserrettungsdienst Küste ist damit gewährleistet“, so der technische Einsatzleiter. Drei ausgebildete Bootsführer können die Glückstädter Lebensretter schon vorweisen.

Doch vor der Realisierung stehen – wie immer – Kosten. Etwa 12 000 Euro sind für die Gesamtinvestition auf den Tisch zu legen. Gut angelegtes Geld, um Leben zu retten. Die Ortsgruppe bringt nach Stand der Dinge 4000 Euro aus eigenen Rücklagen auf; der DLRG-Bundesverband schießt weitere 3000 Euro zu. Die verbleibende Deckungslücke soll durch Spenden und Patenschaften gedeckelt werden. Der Appell der Lebensretter richtet sich naturgemäß an Firmen, Institutionen, natürlich Privatleute: „Wir brauchen Unterstützung; darum sind Spenden nicht nur willkommen, sondern notwendig“, erklärte Thomas Lempfert. Ebenso können Interessierte eine Patenschaft für laufende jährliche Fixkosten (Versicherung, Wartung, Reparatur) übernehmen. Wer Fragen hat, kann sich per E-Mail unter vorstand@glueckstadt.dlrg.de an die Lebensretter wenden.

Um die ständige Einsatzbereitschaft zu gewährleisten, soll das Boot voraussichtlich im Außenhafen neben dem Anleger der Wasserschutzpolizei liegen. „Ich hoffe, das schreckt auch vor Vandalismus ab“, sagte Thomas Lempfert. Insgesamt sieht der 40-jährige technische Leiter der DLRG-Ortsgruppe das Vorhaben auf einem guten Weg: „Meine Vorstellungen gehen dahin, dass wir in der Matjeswoche 2018 die Bootstaufe vornehmen können.“

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