Dithmarschen weiter im Rennen um Siemens-Standort

shz.de von
08. Juli 2015, 09:55 Uhr

Siemens plant den Bau einer Fabrik für Windenergieanlagen in Norddeutschland. In einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ sagte Vorstandschef Joe Kaeser, dass die Entscheidung bis zum September fallen solle. Zusammen mit der Fertigung in Dänemark und England wäre das Werk ein weiteres wichtiges Standbein. „Es könnten dort langfristig bis zu 1000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden“, sagte Kaeser der Zeitung. Geprüft würden derzeit verschiedene Optionen für den Standort.

Die Egeb-Wirtschaftsförderung macht deutlich, dass in diesem Zusammenhang die Vorteile des Standortes im Industriegebiet dem Land gegenüber klar gemacht worden sind. Die Konkurrenz sei groß. Nicht nur im eigenen Land mit dem Standort in Rendsburg, wo es mit dem Schwerguthafen bereits eine Infrastruktur dafür gibt. Auch Niedersachsen ist mit den Standorten Bremerhaven oder Cuxhaven ein starker Wettbewerber. Siemens plant die Produktion von Windenergieanlagen an Land wie auch auf dem Meer. „Siemens überprüft kontinuierlich sein Fertigungsnetzwerk. In diesem Zusammenhang eruiert Siemens auch seit längerem die Möglichkeit, einen Produktionsstandort nah am Wasser für Offshore-Windenergieanlagen in Dänemark, Deutschland oder Polen anzusiedeln. Wir prüfen zurzeit verschiedene Optionen. Eine Entscheidung ist noch nicht getroffen“, heißt es in der offiziellen Verlautbarung.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen