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Diskussion um Sporthalle und Freibad geht weiter

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Für eine Umnutzung der Sporthalle Brokdorf in eine Versammlungsstätte und für die damit verbundenen brandschutztechnischen Auflagen gibt es gegenwärtig noch keine neuen Erkenntnisse. Das teilte Bürgermeisterin Elke Göttsche den Gemeindevertretern in ihrer jüngsten Sitzung mit. Um die Sporthalle weiter ertüchtigen zu können, müssten entsprechende Fachplanungen eingeholt werden.

Neben der Ausweisung von Stellplätzen steht im Vordergrund ein Lärmschutzgutachten. Dass dieses jetzt als letztes auf den Tisch gekommen sei, habe ihn stark verwundert, kritisierte Armin Meyer (Wählergemeinschaft). Elke Göttsche räumte der Erstellung eines Lärmschutzgutachtens absoluten Vorrang ein und fand dabei die Unterstützung der CDU-Mehrheit. Armin Meyer, Ditmar Radtke (WGB) und Gero Kleis (SPD) votierten mit Nein.

Neben der Mehrzweckhalle war auch die dringend notwendige Sanierung des Freibads Thema der Brokdorfer Parlamentarier. Elke Göttsche erinnerte daran, dass es in einer Einwohnerversammlung eine große Mehrheit für den Fortbestand des Freibads gegeben habe. Inzwischen sei dem Arbeitskreis und dem Bauausschuss eine Entwurfsplanung vorgelegt worden. Wegen der hohen Kosten habe man sich erneut mit dem Planungsbüro beraten, um eine günstigere Variante zu erarbeiten. Die Planer hätten mitgeteilt, dass eine Sanierung mit Fliesen deutlich billiger werden würde. Auf dieser Basis wollen sie der Gemeinde im Januar/Februar ein sechstes Sanierungskonzept vorlegen. Kommentar des SPD-Abgeordneten Gero Kleis: „Es ist doch erfreulich, dass jetzt mit den Fliesen die Kosten deutlich nach unten driften.“

Ein weiterer Tagesordnungspunkt befasste sich mit der Nutzung der Windenergie. Hier gilt nach wie vor der Grundsatzbeschluss, dass Brokdorf keine Flächen für diese Energieform ausweisen möchte. Jetzt aber habe das Thema, so Bürgermeisterin Elke Göttsche, für eine gewisse Unruhe in der Gemeinde gesorgt, weil es keinen gültigen Regionalplan mehr gebe. Die Veränderungssperre des Landes gelte bis Juni 2017, doch könne in begründeten Fällen davon abgewichen werden. Elke Göttsche versicherte, dass die Gemeinde bei einer Erörterung des Regionalplanentwurfs im Juni 2016 beteiligt werden solle.

Denkbar sei eine mögliche Windeignungsfläche im nördlichen Gemeindegebiet. Bauausschuss-Vorsitzender Jörg Schmidt stellte aber klar: „Wir wollen alles tun, um diese Windflächen zu verhindern.“ Die Gemeinde habe inzwischen das Planungsbüro Günther & Pollok in Itzehoe eingeschaltet, um stichhaltige Argumente gegen die Ausweisung von Windflächen in Brokdorf vorzutragen. Zur Festlegung der ersten Leistungsschritte soll noch ein Arbeitsgespräch mit dem Planungsbüro stattfinden.

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erstellt am 15.Dez.2015 | 00:32 Uhr

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