Schulbau Kellinghusen : „Dieses Opfer müssen wir bringen“

Die neue Gemeinschaftsschule soll in Form eines Kreuzbaus auf dem nördlichen Gelände an der Luisenberger Straße gebaut werden.
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Die neue Gemeinschaftsschule soll in Form eines Kreuzbaus auf dem nördlichen Gelände an der Luisenberger Straße gebaut werden.

Für den Neubau der Gemeinschaftsschule Kellinghusen muss auch die ehemalige Hauptschule abgerissen werden.

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27. August 2018, 16:47 Uhr

Vor fünf Monaten fasste der Schulverband den Grundsatzbeschluss für den 28 Millionen Euro teuren Neubau der Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe – jetzt steht auch die Bauweise fest. Errichtet wird nach den Plänen der Generalplaner AGN Leusmann ein Kreuzbau. Vorgesehen ist der Bau auf dem nördlichen Schulgelände an der Luisenberger Straße, direkt angrenzend am Sportplatz. Ein großer Teil des Schulwaldes wird dem Neubau weichen müssen. Allerdings mit der Maßgabe, soviel wie möglich zu erhalten. Dies hat der Schulverband bei zwei Enthaltungen beschlossen. Voraussetzung für den Bau ist die Aufnahme in entsprechende Förderprogramme von Land und Bund.

Gegenüber der Grundsatzentscheidung von März gibt es einige Änderungen. Ursprünglich war vorgesehen, das Hauptgebäude, den ehemaligen Realschulteil, abzureißen. Der kleinere und neuere Hauptschulteil sollte eigentlich stehen bleiben, ebenso wie Sporthalle, ehemaliges Hausmeisterhaus und Rundbau, der erst 2008 für GMS und die offene Ganztagsschule gebaut worden war. Doch nach dem Willen des Schulverbandes muss jetzt auch die Hauptschule weichen. „Dieses Opfer müssen wir bringen“, betonte Heiner Rickers (CDU), Landtagsabgeordneter und Bürgermeister in Oeschebüttel. Er wies darauf hin, dass die Töpfe der Förderprogramme zurzeit noch gut gefüllt seien, doch werde sich dies in absehbarer Zeit ändern. „Deshalb müssen wir die Planung schnell auf den Weg bringen.“ Das beinhaltet jedoch, dass der gesamte Kreuzbau, der eigentlich direkt an der Luisenberger Straße errichtet werden sollte, einige Meter weiter nach Süden gerückt werden muss. Grund ist der Knick mit Grüngürtel an der Luisenberger Straße, der erhalten werden soll. Denn falls der Bau bis an die Straße geht, muss erst ein zeitraubender Bebauungsplan aufgestellt werden. Ein- bis eineinhalb Jahre wurden dafür einkalkuliert. „Dann laufen wir Gefahr, den Neubau nicht bis Ende der Förderfrist realisieren zu können“, sagte Westermoors Bürgermeister Peter Pfahl. Die Folge: Ein Arm des Kreuzbaus ragt bei Verzicht auf den Grüngürtel in den Hauptschultteil hinein und muss deshalb abgerissen werden. Die dann fehlenden 1000 Quadratmeter werden im Kreuzbau untergebracht, der dann komplett viergeschossig gebaut wird.

Auch wenn der ehemalige Hauptschulteil noch vor dem Neubau abgerissen wird - in Container müssen die Schüler nicht umziehen. „Wir werden im Übergang zusammenrücken“, sagte Schulleiter Gerd-Christian Thielmann. Auch darüber hinaus steht eine Containerlösung nicht zur Debatte. Denn die ehemalige Realschule, die aus den 70iger Jahren stammt, wird erst nach Einzug der Schüler in das neue Gebäude abgerissen. Dort ist dann Platz für Schulhof und andere Freiflächen.

Die Planer haben sich mit ihren Kreuzbau für eine Variante mit kurzen Wegen und gegen eine Gebäude mit meterlangen Fluten entschieden. „Eine zukunftsweisende Lösung“, nannte der Kellinghusener Timo Laackmann die Variante, für die das Hamburger AGN-Planungsbüro jetzt die weitere Detailplanung vornehmen soll.

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