Jugendherberge in Glückstadt : „Dieser Job ist ein Abenteuer“

Auch Herbergseltern müssen entspannen: Sonne im Gesicht, Wind in den Haaren – Jörg und Christiane Schönberger auf der neu gestalteten Terrasse der Jugendherberge.
Auch Herbergseltern müssen entspannen: Sonne im Gesicht, Wind in den Haaren – Jörg und Christiane Schönberger auf der neu gestalteten Terrasse der Jugendherberge.

Die Glückstädter Jugendherberge schreibt Erfolgsgeschichte und zählt zu einer der beliebtesten Einrichtungen im Norden.

shz.de von
13. Juli 2018, 05:07 Uhr

In zehn Jahren 75 000 Gäste mit 175 000 Übernachtungen. Zahlen, mit denen die idyllisch am Rethövel platzierte Glückstädter Jugendherberge beeindrucken kann. Was vor mehr als zehn Jahren als schlagzeilenträchtiges Politikum begann, hat sich zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt.

Die Herbergseltern Christiane und Jörg Schönberger könnten sich entspannt zurücklehnen und auf das schauen, was sie und ihre mittlerweile 14 ganzjährig beschäftigten Männer und Frauen geschaffen haben. Das liegt aber nicht in der Natur dieser Menschen. „Es geht immer weiter. Und wenn du denkst, alles schon erlebt zu haben, gibt es wieder Neues. Dieser Job ist immer auch ein Abenteuer“, sagt Christiane Schönberger. So richtig hatte sie – aus der Umgebung Berlins stammend – das nicht „auf’m Zettel“, als sie sich mit Ehemann Jörg, dem aus Lübeck stammenden Hotelbetriebswirt, um die Glückstädter Jugendherberge bewarb.

Heute können sich die Schönbergers kaum einen besseren Job vorstellen. In 34 immer wieder modernisierten Zimmern, 26 davon mit Dusche und WC und 16 mit direktem Hafenblick, können bei voller Auslastung bis zu 120 Gäste aufgenommen werden. Und die Schönbergers erzählen auch gern von ihren Stammgästen. Vom Ehepaar aus Vreden (Nordrhein-Westfalen) zum Beispiel, das seit neun Jahren immer wieder zu Gast in der Glückstädter Jugendherberge ist.

Nach wie vor zählt die Einrichtung am Binnenhafen zu den beliebtesten und modernsten in der nördlichen Region. Nicht umsonst wird das Haus mit dem prägnanten, unverwechselbarem Sandstein-Torbogen der alten Admiralität im Internet mit 4,5 von 5 möglichen Punkten bewertet.

Die Gäste schätzen die Wohlfühl-Atmosphäre, das ausgezeichnete, vielfältige Essen, die vielen Freizeitmöglichkeiten. „Kanutouren sind immer der Renner; Tagesausflüge zu Landwirten, zum Nordseetag, zum Hamburg Dungeon, Miniaturwunderland, zum Klettergarten Hanerau-Hademarschen oder in die Holsten-Therme, unsere beliebte Mini-Kreuzfahrt mit der Fähre über die Elbe, natürlich der Besuch unseres exzellenten Freibades“, zählt Jörg Schönberger auf. Billard, Kicker, ein Liegekino, ein Kinderspielraum, Tischtennis, Fahrrad- und Inlineskates-Verleih, ganze Programme für Schulklassen – die Freizeitmöglichkeiten scheinen schier unbegrenzt. Kein Wunder, dass das Glückstädter Haus – dem DJH-Landesverband Nordmark angegliedert – als „Familienzertifiziert“ und als nachhaltige Jugendherberge ausgezeichnet wurde.

„Na, ja“, wirft Jörg Schönberger ein, „was viele so nicht ahnen: Wir sind auch ein Wirtschaftsunternehmen.“ Seine Rechnung: Das Glückstädter Haus generiert jährlich annähernd 300 000 Euro an Wertschöpfung. Schönberger adressiert diese Zahl an die heimische Politik, Verwaltung und Wirtschaft.

Zurück zum Haus: Im Außenbereich lädt eine neu erstellte Terrasse zum Verweilen; ein Grillplatz ist in Arbeit, es fehlt noch die Überdachung. Der Speisesaal ist neu lichtdurchflutet mit kleinen Sitzgrupppen und viel Platz für das Frühstücksbuffet gestaltet. Schon beim Betreten ummantelt den Gast Wohlfühl-Atmosphäre.

Zehn Jahre Jugendherberge in Glückstadt: Das soll auch ein Grund zum Feiern werden. Ganz im Stile von Christiane und Jörg Schönberger: nicht opulent, sondern rustikal für alle Gäste und Glückstädter mit einem Sommerfest am 12. August.

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