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Dreschfest : „Dieselduft“ und satter Sound der alten Trecker

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

3000 Besucher aus ganz Norddeutschland beim achten Oldtimertreffen mit Dreschfest an der Treckerscheune Bahrenfleth.

Es tuckerte, knatterte und knallte: Auch beim achten Oldtimertreffen mit Dreschfest, zu dem wieder der Verein Trecker, Land und Leben eingeladen hatte, war nicht nur eine Menge zu sehen. Jedes historische Fahrzeug hatte auch seinen ganz individuellen Sound – die passende Geräuschkulisse zum Fachsimpeln für Liebhaber alter landwirtschaftliche Fahrzeuge, die aus ganz Norddeutschland angereist waren.

So erlebte auch das diesjährige Treffen wieder einen Besucherandrang. „Wir erwarten an beiden Veranstaltungstagen rund 3000 Besucher“, sagt Andreas Mohr als Vorsitzender des Bahrenflether Vereins schon am Vormittag des ersten Veranstaltungstags.

Dabei besticht das Treffen im Ortsteil Neuenkirchen auch immer wieder durch die zahlreich angereisten Schlepperfreunde. „Die weiteste Anreise hatte ein Schlepperfreund aus Osnabrück mit seinem alten Hürlimann“, sagte Andreas Mohr und fügte hinzu, dass der wohl einige Stunden für die Anreise in Kauf genommen habe. „Schließlich fährt der Trecker nur 25 km/h.“

An der Bahrenflether Treckerscheune herrschte ein Kommen und Gehen der vielen Liebhaberfahrzeuge, von denen es rund um die Scheune viele zu bestaunen gab. Besonders die historischen Fahrzeuge der Marken Deutz, Lanz, Fendt und MAN aus den 1930er bis 1960er Jahre zogen die Blicke der Besucher auf sich, als sie ratternd und knatternd über das Ausstellungsgelände fuhren. So war es auch selbstverständlich, dass die Besitzer der alten Landmaschinen den Interessierten gern Rede und Antwort standen.

So wie Manfred Osses aus Schafhaus, der mit seinem Deutz D 25 aus dem Baujahr 1965 nach Bahrenfleth gekommen war. Gelassen und stolz beantwortete er die Fragen von Reimer Thoke aus Kollmar und Rainer Starck aus Herzhorn. Unterdessen standen einige Meter weiter an einem alten Lanz Bulldog einige Interessierte, die eifrig Tipps und Informationen austauschten, die Motorhaube aufklappten und staunende Blicke ins Innere warfen und mitunter auch technische Details an Besucher weitergaben.

Doch nicht nur die alten Fahrzeuge waren ein Hingucker. Auch die in den beiden Scheunen untergebrachten landwirtschaftlichen Geräte und Maschinen von früher kamen an beiden Tagen zum Einsatz. Neben einer Dreschvorführung, bei der den Besuchern das Pressen des Strohs demonstriert wurde, wurden auch ein Buschhacker und ein Strohschneider im Betrieb gezeigt. Zudem erfuhren die Interessierten, wie ein Selbstbinder funktioniert. Abgerundet wurde das Programm zudem durch das historische Pflügen auf dem Acker von Kurt Möller und der Besichtigung der alten Treckerscheune, in der mittlerweile auch eine alte Tischlerei und eine Schmiede eingerichtet sind. Für Kurzweil bei den Kindern sorgten ein Bonbon-Suchspiel im Stroh sowie das Sortieren von Kartoffeln.

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