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Dienstabend mit Bürgern – Interesse bleibt gering

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Wehrführer Jürgen Sießenbüttels Blick in die Runde offenbart das Problem, welches nicht nur Buchholz freiwillige Feuerwehr hat: Es fehlt der Nachwuchs, trotz gut laufender Jugendwehren. ,,Ohne die wäre die Lage richtig ernst“, sagt der 49-jährige Buchholzer Wehrführer. Um sich den Bürgern der Gemeinde einmal anders vorzustellen, bat die Wehr am Mittwochabend zum ersten Mitmachdienst.

Gemeinsam mit den Brandschützern sollten Buchholz Einwohner selbst erleben wie Dienst und Kameradschaft in der heimischen Feuerwehr o funktionieren. Doch es kamen größtenteils die „üblichen“ Zuschauer: Ehefrauen der Feuerwehrmänner, Kinder und ein paar Rentner, die der Feuerwehr gewogen sind. Die Altersgruppe der 18- bis 40-Jährigen, der vor allem die Werbeaktion galt, blieb der Veranstaltung fern.

Schlosser Mario Wiechmann (42) legte schließlich als erster Nicht-Feuerwehrmann die Feuerwehrkleidung zur Probe an und ließ sich in die Benutzung von Hydraulikschere und Schneider einweisen. „Für einen Schlosser hat die Feuerwehr viel vertrautes Gerät“, stellte Wiechmann fest. Spontan der Wehr beitreten aber wollte er nicht. Auch Eggert Braasch (55) winkte dankend ab und verwies zugleich auf seine Fördermitgliedschaft bei der Wehr sowie seine zahlreichen sonstigen ehrenamtlichen Aktivitäten.

„Wir können nur abwarten“, zog Bürgermeister Uwe Bohlmann sein Fazit der Veranstaltung. 27 Mitglieder benötigt Buchholz Wehr mindestens zur Sicherung des Brandschutzes im Ort. 31 Männer zählt die Wehr derzeit, Frauen gibt es aktuell nicht. Immerhin, das Gros der Männer ist deutlich unter 40 Jahre alt. Ein Grund dafür ist, dass die Buchholzer Wehr in den vergangenen fünf Jahren ihre Karteileichen rigoros abgebaut hat. Die aktuellen 31 Mitglieder sind somit alle definitiv Aktive. „Solange wir noch Freiwillige finden, brauchen wir keine Pflichtwehr“, winkte Jürgen Sießenbüttel denn auch ab. Dennoch: Ob das Schreckgespenst der Pflichtwehr nur ein böser Traum für das Dorf bleibt, das haben alle jungen Buchholzer Männer und Frauen nun selbst in der Hand.

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erstellt am 07.Aug.2014 | 09:38 Uhr

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