zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

26. September 2017 | 20:28 Uhr

Kleingärten : Diebstahl und Randale

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Einbrecher und Randalierer wüten in der Kleingartenanlage am Itzehoer Delftor.

Demolierte Gartentore, zerschnittene Zäune, aufgebrochene Türen, durchwühlte Lauben und zahlreiche Diebstähle. Für die Mitglieder des Itzehoer Kleingartenvereins endete das Osterwochenende wenig feierlich.

Insgesamt18 Einbrüche in der Nacht von Freitag auf Samstag und von Sonntag auf Montag haben die Kleingärtner zu beklagen, sieben davon wurden bis gestern Nachmittag bei der Polizei angezeigt. Teilweise mit „brachialer Gewalt“, so der zweite Vorsitzende Uwe Dreier, verschafften sich die Täter Zugang zu den Lauben und entwendeten Rasenmäher, Gartengeräte, Benzin und Stromaggregate, aber auch Getränkekisten und Kleidung.

„Wir hatten hier eigentlich keine wertvollen Sachen drin – bis auf das Stromaggregat“, erzählte eine 43-Jährige Kleingärtnerin. Samt Türzarge wurde die Eingangstür zu ihrer Laube aus der Wand gerissen und im Innenraum alles durcheinander geworfen. Da ihre Parzelle samt Inhalt nicht versichert ist, muss sie den Schaden selbst regulieren.

Neben dem Aggregat wurde der Itzehoerin auch die „große und unhandliche Motorhacke“ gestohlen. „Einer alleine kann das nicht gewesen sein“, mutmaßt sie. „Für uns machen die Einbrüche den Eindruck, als seien die Täter organisiert gewesen“, meint Jannik Stöter, Vorsitzender des Vereins. Dreier berichtete, dass solche Einbruchsserien regelmäßig zum Saisonauftakt sowie im Herbst vorkämen.

Obwohl es für die meisten Vereinsmitglieder nicht der erste Vorfall dieser Art ist, sind sie entsetzt. „Horrende Verluste“ seien zu beklagen, so Dreier – sowohl finanziell als auch ideell. „Das schlimmste, was uns als Pächtern widerfährt, ist der große Vandalismus.“ Einige Pächter müssten sich die Kosten für den Garten vom Mund absparen, um so schmerzlicher seien auch geringere Sachschäden für sie.

Für die Zukunft rät Stöter den Mitgliedern, möglichst wenige wertvolle Dinge in den Lauben zu lassen. Aber: „Ich weiß, dass das nicht immer möglich ist.“

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen