zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

18. November 2017 | 03:29 Uhr

Einbruch : Diebe auf dem Friedhof

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Drei hochwertige Schubkarren in Hohenlockstedt gestohlen - Unbekannte mit Bolzenschneider unterwegs.

Böse Überraschung nach Ostern für die Mitarbeiter der Friedhofsgärtnerei: Über die Feiertage wurden drei hochwertige Schubkarren gestohlen. Die Karren standen Friedhofsbesuchern gegen ein Pfand zur Verfügung und waren mit Ketten gesichert. „Die Diebe hatten wohl einen Bolzenschneider dabei. Die Ketten sind abgekniffen“, berichtet Friedhofswart Thomas Zöller, der den Diebstahl bemerkte. Der Sachschaden beträgt mehrere hundert Euro.

„Wir haben extra leicht laufende Schubkarren für die älteren Menschen angeschafft. Die waren nicht ganz billig. Das Ganze ist wirklich eine Unverschämtheit“, sagt die stellvertretende Friedhofsgärtnerin Marina Haack. Sie und ihr Kollege Zöller vermuten, dass Metalldiebe am Werk waren. „Die Karren sind auffällig mit Permanentmarker beschriftet. Im Garten verwenden kann die niemand“, erklärt Zöller.

Der Diebstahl ist nicht das einzige Problem der Friedhofsgärtner. Zunehmend bereitet ihnen auch die illegale Müllentsorgung Schwierigkeiten. „Das wird leider immer mehr. Da kommen scheinbar extra Leute mit ihrem Müll zum Friedhof“, berichtet Marina Haack. „Wir haben hier eigentlich nur Kompost und Abfälle für den Gelben Sack, aber regelmäßig werden auch Tüten mit Restmüll entsorgt.“ Essensreste, Glas, Textilien, Batterien – alles Mögliche fanden die Mitarbeiter bereits in den Müllbehältern. Die illegale Entsorgung hat in doppelter Hinsicht negative Folgen: Zum einen locken die Essensreste Ratten an, die dann eventuell bekämpft werden müssen. Zum anderen muss der Müll von den Mitarbeitern des Friedhofs mühselig sortiert und dann kostenpflichtig entsorgt werden. „Die Kosten tragen letztlich die Angehörigen der Verstorbenen, weil sich das früher oder später auf die Friedhofsgebühren auswirken wird“, erklärt Marina Haack.

Einen besonderen Aspekt der Entsorgungsproblematik auf dem Friedhof stellt die Verwendung von batteriebetriebenen Grablichtern dar. Die Lampen sind nach der Friedhofsordnung zwar nicht erlaubt, werden aber zunehmend anstelle von Öllampen oder Kerzen genutzt und dann auch auf dem Friedhof entsorgt. „Die Lichter mit den Batterien sind Sondermüll. Die müssen wir alle einzeln aus den Behältern sammeln“, berichtet Marina Haack. Sie und ihre Kollegen würden sich freuen, wenn das in Zukunft nicht mehr notwendig wäre. Haack hofft auf die Einsicht der Friedhofsbesucher: „Das ist ja Arbeitszeit, die uns für die Pflege des Friedhofs fehlt. Das muss doch nicht sein.“

 

>Wer Hinweise zum Diebstahl der Schubkarren oder zur illegalen Müllentsorgung geben kann, kann sich bei der Friedhofsverwaltung unter 04826/370854

 

melden.


Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen