Die Wunschliste der Schulen

Hausmeister Oliver Haack präsentierte dem Schulbauausschuss ein Stück durchgegammelte Wasserleitung. Der Nortorfer Jan Beimgraben schaut sich die Bescherung an der Decke an.
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Hausmeister Oliver Haack präsentierte dem Schulbauausschuss ein Stück durchgegammelte Wasserleitung. Der Nortorfer Jan Beimgraben schaut sich die Bescherung an der Decke an.

Jährliche Bestandsaufnahme aller Bildungseinrichtungen in der Marsch / Mitglieder des Bauausschuss auf Rundreise

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02. Oktober 2018, 00:00 Uhr

Die Wunschliste der vier Schulen in der Wilstermarsch ist lang. Die Bandbreite reicht von einem Sichtschutz im Schulleiterbüro des Förderzentrums bis zur Komplettsanierung von maroden Trinkwasserleitungen in der Gemeinschaftsschule. Auf der Liste, mit denen die Mitglieder des Bauausschusses des Schulverbandes Wilstermarsch auf ihre alljährliche Schulbereisung gingen, summiert sich das am Ende einer Beratungsrunde auf fast 1,2 Millionen Euro. Dabei, so der einhellige Tenor, sind die Schulen in der Marsch insgesamt gut aufgestellt.

Erste Station war wieder die Wolfgang-Ratke-Schule. Der angedachte Neubau stand hier noch gar nicht zur Diskussion. Laut Schulverbandsvorsteher Walter Schulz werden dafür im Herbst überarbeitete Planungen erwartet. Ohnehin müssen sich Schüler und Lehrer noch einige Jahre mit dem Bestand abfinden. Hier, so der deutliche Hinweis von Rektorin Yvonne Wilhelm, hat man es in einzelnen Räumen mit lästigen Ausdünstungen zu tun. Als Ursachen werden Teppichböden und mangelhafte Luftzirkulation vermutet. „Wenn wir wieder so einen Sommer wie in diesem Jahr bekommen, wird es ab 10 Uhr keinen Unterricht mehr geben können“, wies Wilhelm auf die insgesamt schlechte Belüftung in den betagten Gebäudekomplex hin. Immerhin: Einzelne Klassenräume stehen nach grundlegender Renovierung richtig gut da. Auch einige Brandschutzprobleme seien abgearbeitet und auch ein Flur „malermäßig aufgehübscht“. Instandgesetzt ist inzwischen auch der mehr als 30 Jahre alte Fußboden in der kleinen Sporthalle. Wie Lars Bleker vom Bauamt Wilstermarsch betonte, waren dies jetzt aber die wohl letzten möglichen Reparaturen. „Wir stecken hier jedes Jahr 2000  bis 3000 Euro rein.“ Bei neuen Schäden helfe jetzt nur noch ein neuer Fußbodenbelag. „In St. Margarethen sind die dafür mit der Gießkanne durch die Sporthalle gelaufen“, wies sein Bauamtskollege Matthias Carstens auf neue Techniken für die Herstellung von Hallenfußböden hin, in dem flüssiges Material aufgebracht werde.

Nächste Station Portgebäude. Hier werden von Schulverband Grundschulkinder außerhalb der regulären Schulzeiten betreut. Walter Schulz präsentierte frisch sanierte und jetzt auch mit WC und Küche ausgestattete Räumlichkeiten. Nur der Schallschutz soll noch nachgearbeitet werden.

Die dicksten finanziellen Brocken warteten dann in der Gemeinschaftsschule. „Mit Multimedia sind wir gut ausgestattet“, eröffnete zufrieden Schulleiterin Marlis Krumm-Voeltz. Allerdings: Für das immer umfangreicher gewordene Equipment werde jetzt verstärkte Hardware-Betreuung gebraucht. Eine weitere Baustelle ist der Anschluss an das Glasfasernetz. „Zeitweise sind 120 Schüler gleichzeitig im Netz unterwegs“, unterstrich die Sprecherin die Bedeutung immer schnelleren Internets. Referendarin Carmen Clusen führte den Besucher dann vor, wie multimedial der Unterricht heute ist. „Schon die Anwesenheit der digitalen Tafel ist für die Schüler motivierend“, stellte sie fest. Krumm-Voeltz mit einem praktischen Beispiel: „Schüler können zuhause ein Referat über ihren Lieblingshund einschließlich Video fertigen und das dann online im Unterricht präsentieren.“ Ausschussmitglied Holger Stamm: „Hier hätte ich auch Lust zu lernen.“

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