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gegen rassismus : Die vielen Facetten der Diskriminierung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Hautfarbe, sexuelle Orientierung - Projekttage an der Auguste-Viktoria-Schule sensibilisieren für Diskriminierung.

shz.de von
erstellt am 30.Jan.2014 | 05:00 Uhr

Gerade wurde die Auguste-Viktoria-Schule als „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ ausgezeichnet (wir berichteten). Begleitet wurde die Titelverleihung von zwei umfangreichen Projekttagen mit 23 Projekten für alle Klassen.

Die angebotene Vielfalt zeigte, dass Diskriminierung viele Facetten hat: Die Themen reichten von Vorurteilen über Rechtsextremismus bis zu Migration und Homosexualität. Carsten Roeder vom Kinder- und Jugendbüro, ein mobiles Beratungsteam zu Rechtsextremismus aus dem Kreis und der Verein IZ-Queer waren ebenso dabei wie der Vorstandsvorsitzende von Schüler Helfen Leben, Jonathan Heckmann, Paul Rutz von der Friedrich-Ebert-Stiftung und Johanna Sigl aus Hamburg, die derzeit über Frauen im Rechtsextremismus promoviert.

Im elften und zwölften Jahrgang war Ralf Lorenzen vom Verein Karawane mit zwei Libyen-Flüchtlingen zu Gast. Diese erzählten von ihrem Weg über Italien nach Deutschland und klärten über den Umgang mit Asylbewerbern in Deutschland auf. „Sehr schockierend!“, urteilte Maya Marie.

Aufklärungsarbeit leistete auch der Antirassismustrainer Mutlu Ergün-Hamaz vom Verein Phoenix aus Berlin. Er sprach mit der 13. Klasse über – oftmals unbewussten – Alltagsrassismus und zeigte versteckten Rassismus in Kinderbüchern auf, den Kinder latent aufnehmen und verinnerlichen.

Nebenan leistete der Verein Haki, der sich für die Rechte von Homosexuellen einsetzt, Antidiskriminierungsarbeit. Der Schwerpunkt lag dabei auf Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität und Orientierung, aber auch Begrifflichkeiten wurden besprochen. „Mir wurde bewusst, wie sehr man im Fokus steht, wenn man sexuell anders orientiert ist“, resümierte Alina.

Mit Hilfe von Asta Nebeling vom Jugendmigrationsprojekt „Zukunft selbst gestalten“ hatten Acht- und Neuntklässler Gelegenheit, mit jungen Frauen aus Afghanistan, Kolumbien und Usbekistan ins Gespräch zu kommen und Einiges über das Leben dort zu erfahren.

Während dessen spielten Steinburgschüler zwischen 6 und 15 Jahren mit Sechstklässlern der AVS in der Sporthalle Ball- und Laufspiele. In der Mensa bauten Siebt- und Achtklässler gemeinsam mit der Künstlerin Malgorzata Kaczmanowska eine Mauer als Mahnmal gegen Diskriminierung und Vorurteile.

Die gesamte Organisation übernahm eine 25-köpfige Projektgruppe um Robin Rosenwanger, bestehend aus Schülern verschiedener Jahrgangsstufen. In den nächsten Jahren sollen regelmäßig Projekttage dieser Art stattfinden.

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