Bildung : „Die Verbraucherschule lebt weiter“

Freuen sich über eine Fülle von Anregungen und Ideen, die Schüler und Lehrer zum Thema Verbraucherbildung hinterlassen haben: Marlis Krumm-Voeltz (l.) und Dorothea Venzke.
Freuen sich über eine Fülle von Anregungen und Ideen, die Schüler und Lehrer zum Thema Verbraucherbildung hinterlassen haben: Marlis Krumm-Voeltz (l.) und Dorothea Venzke.

Auch nach Ablauf der Förderperiode stehen für die Schüler der Gemeinschaftsschule Wilster Verbraucherthemen auf dem Stundenplan.

shz.de von
23. Juli 2018, 05:03 Uhr

Mit dem Schuljahreswechsel geht an der Gemeinschaftsschule Wilster auch die Förderperiode als anerkannte Verbraucherschule zu Ende. Abgeschlossen ist die pädagogische Bewusstseinsweiterung damit aber nicht. Im Gegenteil. Kurz vor den Sommerferien setzten sich noch einmal Schüler und Lehrer zusammen, um gemeinsam einen Schulentwicklungsplan auf die Beine zu stellen. Viele der darin verankerten oder geforderten Inhalte sollen ab dem neuen Schuljahr dann auch umgesetzt werden.

Nach Einschätzung von Schulleiterin Marlis Krumm-Voeltz hat schon die prämierte Arbeit der vergangenen Jahre in vielen Bereichen spürbare Impulse gebracht. Das fängt oft im Kleinen an. So werde beim Einkauf für das Mensa-Essen auf Tetra-Packs verzichtet, vieles komme frisch vom Markt. Die Speisen selbst profitieren von Produkten aus dem eigenen Schulgarten. „Das Wichtigste bei dem Förderprogramm waren die damit finanzierten Experten und Materialien“, sagt Lehrerin Dorothea Venzke, die für das Verbraucherthema an der Schule zuständig ist. Das alles, so freut sie sich, habe an der Schule eine Diskussion ausgelöst, die anhält und nun auch in der Zukunft Früchte tragen soll.

Ohnehin bleibe vieles aus den vergangenen Jahren weiterhin fester Bestandteil im Schulalltag. So werden die Fünft- und Sechsklässler auch künftig eine Stunde pro Woche mit Verbraucherthemen vertraut gemacht. In den oberen Klassenstufen sind es sogar jeweils zwei Stunden.

Eine Fülle von weiteren Anregungen und Ideen haben dazu die Schüler selbst, aber auch das Lehrerkollegium zu Papier gebracht. Aus den Reihen der Schüler kommt der Wunsch, sich mehr mit dem breiten Feld der Digitalisierung zu befassen. Sehr erfreulich aus Sicht der Schulleitung ist auch das Ansinnen der Schüler, selbst als Botschafter in Verbraucherfragen an andere Schulen zu gehen und für die Themen zu werben. Generell, so ein weiterer Wunsch, sollten alle Verbraucherthemen sich irgendwo im Unterricht wiederfinden. Außerdem wären mehr praktische Projekte und auch mehr Diskussionen schön. „Das alles hat uns schon sehr positiv überrascht“, freut sich Dorothea Venzke, dass die Arbeit der vergangenen Jahre so nachhaltig wirkt.

Auch die Lehrer sind mit Begeisterung dabei. Sie machen sich dafür stark, zum Beispiel die sinnvolle Nutzung digitaler Medien, Klimaschutzprojekte, aber auch das Thema ÖPNV oder die nachhaltige Produktion der Schul-T-Shirts auf die Agenda zu setzen. Das Gesamtpaket soll nun in der pädagogischen Konferenz besprochen werden. Schon jetzt steht für Marlis Krumm-Voeltz und Dorothea Venzke aber fest: „Die Verbraucherschule lebt weiter.“ Und für 2019 gibt es sogar schon ein ganz konkretes Projekt: Mobilität und Nachhaltigkeit in der Wilstermarsch.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen