Wirtschaft : „Die Stadt hat Potenzial“

Sechs Wohneinheiten und Gewerberäume: So wie in dieser Computergrafik soll der Neubau im Feldschmiedekamp nach der Fertigstellung aussehen.
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Sechs Wohneinheiten und Gewerberäume: So wie in dieser Computergrafik soll der Neubau im Feldschmiedekamp nach der Fertigstellung aussehen.

Immobilienunternehmer Julian Picklapp baut zwei Mehrfamilienhäuser in Itzehoer Innenstadtnähe – weitere Projekte sollen folgen.

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28. Februar 2018, 05:00 Uhr

Schon lange liegt das Grundstück an der Ecke Feldschmiedekamp und Neue Straße brach. Voraussichtlich ab Mai wird sich das ändern – verantwortlich dafür ist Julian Picklapp. Es ist das zweite Projekt, das der 31-Jährige mit seiner jungen Immobilienfirma JP Immobilien in Itzehoe umsetzt. Und es soll nicht das letzte sein.

Picklapp kommt aus Hamburg-Eidelstedt, ist gelernter Kaufmann und Versicherungsfachmann. Im Jahr 2013 übernahm er in Itzehoe die Allianz-Agentur in der Feldschmiede, 2015 gründete er die Immobilienfirma, vor kurzem wurden die neuen Räume im ehemaligen Merzbach-Geschäft in der Feldschmiede bezogen. Seine Eltern hätten mehrere Häuser gebaut, so sei er mit dem Immobiliengeschäft in Kontakt gekommen, sagt Picklapp. Ein Mehrfamilienhaus mit sechs Wohnungen in der Lindenstraße, Ecke Grunerstraße, soll im April fertig sein. Die meisten Einheiten seien verkauft, eine behalte er selbst und vermiete sie: „Ich möchte mit den Objekten verbunden bleiben und mir dadurch eine zusätzliche Altersvorsorge aufbauen.“

Ebenso will er es halten beim Projekt im Feldschmiedekamp. Der Anlass dafür: „Wir wollen etwas dafür tun, dass mehr Leben in die Stadt kommt.“ Denn für Picklapp steht fest: „Die Stadt hat Potenzial zu wachsen und sich aufzuwerten.“ Im Holstein-Center werde sich viel tun, das Sanierungsgebiet Innenstadt werde hoffentlich Eigentümer motivieren, in ihre Gebäude zu investieren. Dieselbe Wirkung wünscht er sich von seinem geplanten Gebäude im Feldschmiedekamp auf einem zuvor städtischen Gelände. Sechs Wohneinheiten mit zwei bis vier Zimmern sollen entstehen, im Erdgeschoss zudem Gewerberäume. Für diese gebe es Interessenten, ebenso wie für die Wohnungen, ein Penthouse sei schon vergeben.

Sein Konzept sei, altersgerechten Wohnraum zu schaffen, sagt Picklapp. Viele in der Region hätten ein eigenes Haus, das mit zunehmendem Alter zu groß werde, wollten aber selbstständig bleiben, oft auch innenstadtnah. „So etwas gibt es hier kaum“, sagt der Unternehmer. Auch als Investment seien solche Wohnungen gefragt. Sie bieten einen Fahrstuhl und breitere Türen ebenso wie eine Fußbodenheizung. Gebaut wird mit einem Generalunternehmer nach Niedrigenergie-Standard bis zur schlüsselfertigen Übergabe. Erst dann, betont Picklapp, werde der Kaufpreis fällig. Auch die Vermarktung der Einheiten könne übernommen werden, ebenso wie mit einem Partner die Verwaltung.

Wenn diese Wohnungen weitgehend verkauft seien, wolle er sich gern neue Projekte in Itzehoe vornehmen. „Wir werden uns immer weiter vergrößern und wachsen.“ Außerhalb Itzehoes ist dafür schon ein großer Schritt getan: Ein Grundstück in Uetersen hat Picklapp gekauft – 44 Wohneinheiten sollen dort gebaut werden.

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