Hobby und Freizeit : Die schönsten Seiten der Stör per Kanu entdecken

Wittenbergen bietet sich als Zielpunkt für eine Tagesfahrt ab Arpsdorf an.
Wittenbergen bietet sich als Zielpunkt für eine Tagesfahrt ab Arpsdorf an.

Mit den warmen Temperaturen beginnen auch die Freiluftsportler wieder mit ihren Hobbys: Die Paddelsaison an der Stör startet.

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07. Mai 2015, 11:48 Uhr

Die obere Stör mit ihrem renaturierten Lauf erinnert nicht mehr an die einst im Zuge der Flurbereinigung begradigte Strecke. Zwischen Arpsdorf und Bünzener Au zieht sich der Fluss in Mäandern durch die maigrüne Landschaft. Der wasserwirtschaftlichen Rückbesinnung auf naturnahe Flussbetten dient dem Hochwasserschutz, der verringerten Verlandung der Flüsse und beschert den Fischen beruhigte Laichgründe. Aber auch der Tourismus profitiert von der Idylle. Die Paddelsaison hat begonnen.

Kanuverleiher transportieren die Boote nach Arpsdorf oder an andere geeignete Startpunkte, weisen in die Paddeltechnik ein und holen die Gruppen nach dem Naturerlebnis auf der Stör wieder ab. Es gibt mehrere Anleger, die gut mit dem Auto zu erreichen sind, so dass man die Bootstour für Pausen oder zum Abholen gut unterbrechen kann. Die öffentlichen Anleger zwischen Arpsdorf und Wittenbergen, eine für Anfänger rund fünfstündige Fahrt, sind alle seniorengerecht konzipiert. Die Stufen liegen nicht zu hoch über der Wasserlinie und sind auch für Kajakfahrer, die mit der Paddelbrücke ein- und aussteigen wollen, breit genug. Vorsicht ist am Arpsdorfer Anleger geboten: Im Uferbereich befinden sich mehrere Löcher in der Wiese, in die man leicht hineintreten kann.

Wer in Arpsdorf startet, lernt die Stör von einer ihrer schönsten Seiten kennen. Nach rund vier Kilometern flotter, kurviger Fahrt endet die renaturierte Strecke am Zufluss der Bünzener Au. Es folgen längere, kanalisierte Abschnitte. Pausen bieten sich an in Willenscharen am Rastplatz unterhalb des historischen Wallbergs, in Fitzbek, Rosdorf oder Rensing. Der Rensinger Anleger hat allerdings keine Zufahrt für Autos. In Kellinghusen, neben der neuen Kaianlage lädt der städtische, tidenunabhängige Schwimmsteg zur Rast und zum Stadtbummel ein.

Die neuen Betonstufen am Hafen mögen zum Sitzen taugen, für Kajakfahrer sind sie jedoch unpraktisch hoch angelegt. Paddler, die es auch im Winter nach Kellinghusen zieht, wenn der Schwimmsteg eingeholt wurde, müssen schon ziemlich gelenkig sein, wenn sie über die neuen Stufen an Land gehen wollen.

Wer seine Fahrt noch die nächsten vier Kilometer bis zum Anleger in Wittenbergen fortsetzen möchte, sollte vorher in den Tidenkalender schauen: Ab Rensing macht sich die Flut bemerkbar, das Paddeln fällt gegen die Strömung etwas schwerer. In Wittenbergen gibt es genug Platz für parkende Autos.

Wer den Tag beim Picknick mit Blick auf die Stör ausklingen lassen möchte, findet hier, wie an fast allen Anlegern auf der beschriebenen Strecke einen Tisch mit Bänken vor.

Wem die erste Tour Spaß gemacht hat, der kann sich gern an die Kanusportvereine im Kreis Steinburg wenden. In den Vereinen werden Theorie und Praxis für Kajak- und Kanadierfahrer vermittelt und Gemeinschaftsfahrten unternommen.

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