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Die Nordoer Heide – ein Kleinod direkt vor unseren Haustüren

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Binnendünen, Standortübungsplatz, Naturschutzgebiet: „Die Nordoer Heide“ hieß der Februar-Vortrag des Heimatverbands für den Kreis Steinburg. Ein vielschichtiges Thema, über das Dr. Marianne Labischinski von der Botanischen Arbeitsgruppe bei gutem Besuch im Itzehoer Kreismuseum Prinzeßhof referierte.

Geschichte und Bedeutung des Geländes kamen ebenso zur Sprache wie die Vielfalt von Flora und Fauna, die es nach Abzug des Militärs zu entdecken gibt – „Natur in Panzerspur“, so die griffige Formulierung.

Wo einst Mars das Kommando führte, hat nun die Natur wieder das Sagen. Im Mittelpunkt des Lichtbildvortrags denn auch begeisternd schöne Naturaufnahmen. Tausendgüldenkraut, Spitzgebuchteter Saftling, Flammender Hasenfuß – Namen wie aus dem Märchen. Was sich hier einmal befand, war aber keine Märchenwiese, sondern vielfältig genutztes Wald- und Wiesenland, später Truppenübungsplatz mit Fahrschulausbildung. Panzer zerstörten die Pflanzendecke, in deren erhaltener Spur sich heute Kröten und Molche zu Hause fühlen. Aber auch Frösche und Falter, Kaulquappen, Libellen und vieles mehr hat die Nordoer Heide zu bieten. Es gibt viel zu beobachten. Man sollte sich, so die Empfehlung aus dem Publikum, der angebotenen Wandermöglichkeiten bedienen.

Welches Kleinod sich – nun wieder allgemein zugänglich – vor den Toren Itzehoes erstreckt, machte Dr. Labischinski in Wort und Bild eindrucksvoll deutlich. Und wie geht es weiter mit der Nordoer Heide? Aufgabe und Ziel ist es, die ökologische Vielfalt zu erhalten und zu fördern, das Gelände zu „entbuschen“, von Birken- und Kiefernaufwuchs zu befreien und im Sinne des Naturschutzes zu beweiden.

Den nächsten und letzten Vortrag des Winterhalbjahrs kündigte Karl-Heinz Zander für Mittwoch, den 25. März, mit dem Thema „Schleswig-Holstein neu entdecken – Spurensuche durch Laserscanning“ an. Darüber referiert der ehemalige Leiter des Museums für Archäologie und Ökologie Dithmarschen in Albersdorf, Dr. Volker Arnold.

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erstellt am 17.Feb.2015 | 13:00 Uhr

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