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Elbmarschenhalle : Die „Nordi Car“ verlässt Horst

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Agentur will Messe „Lebensart“ gerne 2017 in Horst veranstalten . Inhaber der Elbmarschenhalle sucht aber dauerhaften Mieter.

shz.de von
erstellt am 28.Feb.2016 | 07:00 Uhr

Kaum ist die Lebensart-Messe in der Horster Elbmarschenhalle zu Ende gegangen, macht sich die zuständige Agentur schon Gedanken um das nächste Jahr. „Wir sind mit dem Standort sehr zufrieden und würden dort gerne weitermachen“, sagt Projektleiter Christian Schlender von „Das Agentur Haus“. Allerdings hat die Agentur ihre große Oldtimer-Messe „Nordi Car Classic“ für 2016 zum ersten Mal von Horst nach Lübeck verlegt. Der Grund: „Als wir den Termin festlegten, hatten wir einfach noch nicht genügend Erkenntnisse darüber, wie es mit der Elbmarschenhalle weitergehen wird“, sagt Schlender. Für große Messen wie die „Nordi Car“ oder auch die „Lebensart“ benötige er bei der Planung viel Vorlauf und müsse seinen Ausstellern gegenüber klare Aussagen machen können.

Sicherheit gibt es bei der Elbmarschenhalle immer noch nicht. Nachdem die Betreibergesellschaft der Elbmarschenhalle im vergangenen Sommer insolvent gegangen war (wir berichteten), sucht die Immobilienfirma Semmelhaack als Eigentümer jetzt dauerhafte Mieter. „Übergangsweise haben wir mit Einzelveranstaltern Verträge gemacht“, erklärt Semmelhaack-Prokurist Arne Parchent. „Aber das ist für uns – wirtschaftlich gesehen – nicht gerade optimal. Die Einnahmen aus diesen einzelnen Veranstaltungen generieren auf Dauer zu wenige Einnahmen und sind für uns lediglich Kosten deckend.“

Rund die Hälfte der Fläche hat die Immobilienfirma bereits für die Erweiterungspläne der in den Nachbarhallen befindlichen Verbrauchermärkte vorgesehen. Die Bauanträge sind bereits gestellt, wie schnell es vorangeht, hänge von den Behörden ab. So lange Semmelhaack noch keinen Mieter für die andere Hälfte der Halle gefunden hat, könnten Lebensart und Jobbörse, Flohmärkte und Abibälle wohl weiterhin dort stattfinden.

Nur: Reicht dann der Platz noch aus? Christian Schlender von der Lebensart ist zuversichtlich: „Um weiterzumachen, brauchten wir ungefähr die gleiche Fläche wie bisher, also 8000 Quadratmeter. Man muss dann sehen, inwieweit wir in den ersten Stock ausweichen können. Aber erstmal rechne ich damit, dass die Lebensart 2017 in Horst bleibt.“ Langfristig jedoch sieht Prokurist Arne Parchent keine Perspektive für Einzelveranstaltungen in der Elbmarschenhalle. „Auf Dauer benötigen wir regelmäßige Mieteinnahmen.“

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