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Norddeutsche Rundschau

16. Dezember 2017 | 16:12 Uhr

Wahl : Die neue Stimme der Senioren

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Fünfköpfiger Beirat nimmt in Wilster seine Arbeit auf. Jochen Meiforth im Amt des Vorsitzenden bestätigt.

shz.de von
erstellt am 12.Jan.2016 | 17:00 Uhr

Jochen Meiforth ist und bleibt auch in den kommenden fünf Jahren Vorsitzender des Seniorenbeirats der Stadt Wilster. Auf der konstituierenden Sitzung des Gremiums im Amt Wilstermarsch wurde er erneut einstimmig in seinem Amt bestätigt, das er bereits seit fünf Jahren bekleidet. Nach dem Ausscheiden der Beiratsmitglieder Maren Heesch und Günther Beimgraben, die von Bürgermeister Walter Schulz und Jochen Meiforth mit Blumen und Präsenten verabschiedet wurden, übergab der Bürgermeister die Ernennungsurkunden an die zwei neuen Mitglieder Diethard Kuhnke und Birgit Böhnisch sowie an die verbliebenen Mitglieder Jochen Meiforth, Hans-Joachim Post und Sabine Friedrichs.

Weil es für den jetzigen Seniorenbeirat mit nur fünf Bewerbern genau die erforderliche Zahl der Kandidaten gegeben hatte, war eine ursprünglich geplante Wahl nicht mehr notwendig. Alle fünf Bewerber wurden mit Wirkung vom ersten Januar in ihr Amt berufen. Auf sie, so stellte Bürgermeister Schulz fest, kämen große Aufgaben zu – ohne diese genau zu benennen. Er sei glücklich darüber, dass es gelungen sei, mit fünf Bewerbern die Zukunft eines funktionsfähigen Seniorenbeirats zu sichern.

Das, so bestätigte Diethard Kuhnke, sei auch für ihn ein entscheidender Grund für seine Kandidatur gewesen. Kuhnke wurde einstimmig zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden des Beirats berufen, während Hans-Joachim Post ebenfalls einstimmig in seinem Schriftführeramt bestätigt wurde. „Es muss ein Miteinander mit Verwaltung und Selbstverwaltung geben“, betonte Kuhnke, der seinerseits die langjährige engagierte Arbeit von Ludger Kockmeyer und Annemarte Schöne für die älteren Menschen herausstellte.In seiner Arbeit, so kündigte Jochen Meiforth an, werde der Beirat das fortführen, was er in der Vergangenheit zum Wohle der älteren Mitbürger aufgebaut habe. Die Zahl der Senioren werde in Wilster von Jahr zu Jahr größer und damit die Arbeit des von ihm geführten Gremiums immer wichtiger. Trotz der intensiven und erfolgreichen Zusammenarbeit mit der Verwaltung wünschte sich der Vorsitzende eine noch bessere Resonanz seitens der Politik.

Besonders die Arbeit mit dem Ordnungsamt habe erfolgreich geklappt, machte Meiforth an einem Beispiel fest. Das Ordnungsamt habe eine unübersichtliche Hecke am Netto-Markt zurückgeschnitten, nachdem der Seniorenbeirat schriftlich darum gebeten hatte. Das habe gezeigt, dass man Geduld üben müsse, um in kleinen Schritten zum Erfolg zu kommen. Schließlich habe der Seniorenbeirat auch erreicht, dass die Zuwegung zum Friedhof von der Ostlandsiedlung aus geglättet und die unzureichende Ausleuchtung des Verbindungsgang vom Kohlmarkt zum Klosterhof verbessert werden solle.

Ordnungsamts-Chef Thorsten Franck, der den Seniorenbeirat seit seiner Gründung begleitet, dankte den Mitgliedern für die Arbeit im Gremium. Dieser dürfe sich nicht zum „Kaffeekränzchen“ und zu einer Konkurrenz zu den bestehenden Organisationen wie DRK, Awo und Sozialverband entwickeln, sondern sich vornehmlich auf die praktische Arbeit für die älteren Menschen konzentrieren. Auf diesem Gebiet sei die Arbeit „gut und wichtig“. Bürgermeister Schulz blies ins gleiche Horn. „Eine sachliche Arbeit ist eine gute Grundlage für den Erfolg. Denn wenn wir zu Frühstück oder Kaffee und Kuchen einladen, gehen wir am Thema vorbei“, warnte er.

Beirats-Chef Jochen Meiforth will die Arbeit der Zukunft auf mehr öffentliche Veranstaltungen zu wichtigen Themen ausrichten. Als Beispiele nannte er die Pflege im Alter, Fragen der Krankenversicherung und die Zukunft der Rente. Auch das ewige Thema der Verkehrssicherung müsse weiter angepackt werden. Hier erwartet Schulz ein umsichtiges Verhalten der Senioren im Verkehr – sei es als Radfahrer oder als Fußgänger. „Wir können nicht alle Bürgersteige mit Geländer sichern“, übertrieb Schulz. Meiforth regte als weitere Themen „Abzocke im Alter – wie können sich Senioren schützen?“ sowie eine Energieberatung für Senioren an, die von der Verbraucherzentrale angeboten werde.

Wie schon in der Vergangenheit, wird der Seniorenbeirat auch in der Zukunft an Sitzungen der städtischen Gremien teilnehmen und sich Gehör verschaffen. So werden Jochen Meiforth in der Ratsversammlung und im Hauptausschuss, Hans-Joachim Post im Finanzausschuss, Diethard Kuhnke im Bau- und im Werkausschuss, Birgit Böhnisch im Sozialausschuss und Sabine Friedrichs im Kinder- und Jugendparlament den Seniorenbeirat vertreten.

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