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Norddeutsche Rundschau

16. Dezember 2017 | 07:00 Uhr

„Die Natur ist mein Vorbild“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Objektkünstler Lutz Felgner stellt ab Sonntag, 28. Februar, im Kulturmärz in den Ateliers im Provianthaus aus

von
erstellt am 21.Feb.2016 | 16:24 Uhr

Er macht aus Treibgut und Müll Kunst. Lutz Felgner ist Objektkünstler. Über sein künstlerisches Schaffen können sich Besucher der Gemeinschaftsausstellung „Spielarten der Elemente“ in den Provianthaus Ateliers informieren. Die Vernissage im Kulturmärz ist am Sonntag, 28. Februar, um 11.30 Uhr.

Schon frühmorgens fährt der 74-Jährige mit dem Fahrrad den Elberadweg in Richtung Brunsbüttel oder Kollmar. Oder er fährt bei gutem Wetter in die Haseldorfer Marsch bis nach Hamburg. Immer auf der Suche nach außergewöhnlichen Dingen. „Die aufgehende Sonne und das Erwachen der Natur ist meine Inspiration“, sagt der Glückstädter Lutz Felgner. Jeder Tag sei ein Abenteuern für ihn. Er liebt die Elemente Wind und Wasser. Sie schwemmen die interessantesten Dinge an. „Das Strandgut liegt versteckt im Schilf oder unmittelbar am Wassersaum der Elbe“, so Felgner. Seine Augen sind inzwischen so gut geschult, dass er fast immer fündig wird. „Dieser Augenblick, etwas zu finden und dabei eine beglückende Intensivität der Freude zu genießen, das ist mein Lebenselixier.“ Doch manchmal arbeiten die Elemente auch gegen ihn. „Leider hat der Wind mein Markenzeichen, die schwarze Baskenmütze, in den Elbefluten verschwinden lassen.“

Die Fundsachen verarbeitet er künstlerisch, indem er unterschiedliche Materialen zu neuen Objekten verbindet. Das neueste Material, das er in seinen Werken verwendet, sind Steine, die er in Glückstadt und im Umland findet. Aus einem Fragment, das aussieht wie ein Teil von einer Gitarre, kreierte Felgner unter anderem ein Cello. Das das dazugehörende Holzteil in seiner jetzigen Form entstand im „Atelier Namenlos“ bei Heidrun Schaller. In dem Gemeinschaftsatelier entstehen die meisten seiner Objekte.

Felgner ist zwar sehr an Kunst interessiert, aber er war nie zuvor künstlerisch tätig. Als Ingenieur war er in den 60er Jahren weltweit unterwegs und besuchte in jedem Land, in dem er war, Kunstausstellungen und Museen. Um sein künstlerisches Wissen zu vertiefen, studierte Felgner als Gasthörer vier Semester Kunstgeschichte in Hamburg.

Sein künstlerischer Werdegang begann erst 2012 in Glückstadt. Felgner bezeichnet seinen künstlerischen Weg als Natur-Meditation. „Die Natur ist der größte Künstler und mein Vorbild.“

„Spielarten der Elemente“ ist eine Gemeinschaftsausstellung von Jutta Cordes, Heidrun Schaller und Lutz Felgner. Jutta Cordes präsentiert ihre Bilder, die durch Aufreiben der Farbe mit einem Tuch und dem Finger auf der Leinwand entstehen. Die Schriftstellerin Heidrun Schaller stellt einige ihrer poetischen Werke vor. Die Ausstellung läuft bis zum 28. März. Sie ist geöffnet je Sonnabend und Sonntag von 15 bis 17 Uhr.

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