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Bauprojekte : Die Lücken in der Itzehoer Innenstadt füllen sich

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Baugenehmigung für drei Neubauten in der oberen Feldschmiede wurde übergeben – auch andere Projekte kommen voran.

von
erstellt am 23.Mai.2017 | 05:04 Uhr

Ein Bauprojekt direkt in der Innenstadt – solche Genehmigungen überreicht Bürgermeister Andreas Koeppen besonders gern. Die Empfänger waren Jürgen-Reimer und Dietmar Schoof von der gleichnamigen Immobilienfirma: Sie haben grünes Licht für ihr Vorhaben in der oberen Feldschmiede. Die durch den Abriss von vier Häusern entstandene Lücke soll nun wieder gefüllt werden.

„Wir sind überzeugt, dass das Thema Wohnen in der Innenstadt Zukunft hat“, sagte Jürgen Schoof. Drei Häuser sollen entstehen auf dem 90 Meter tiefen Grundstück bis hinunter zur Brookstraße mit 25 großzügigen Zwei- bis Vier-Zimmer-Eigentumswohnungen. Vom Stellplatz in der geplanten Tiefgarage sei jede Wohnung stufenlos erreichbar und könne auch barrierefrei gestaltet werden, sagte Dietmar Schoof. Noch hat die Vermarktung nicht begonnen, doch an Interessenten herrscht kein Mangel. „Es ist eine gute und richtige Entwicklung, dass Menschen verstärkt in unserer Stadt wohnen“, freute sich Koeppen. Denn das stärke das Zentrum.

Dabei schaden auch neue Läden nicht. Im Haus direkt an der Feldschmiede gibt es Flächen für Einzelhandel, die Gespräche mit Interessenten sind laut Jürgen Schoof „relativ konkret“. Auch das Unternehmen selbst wünscht sich einen direkten Zugang zur Feldschmiede. „Für uns ist es ein zentrales Projekt, das an unserem Firmensitz zu verwirklichen.“ Die Arbeiten sollen „relativ zeitnah“ beginnen, Ende 2018 solle das Projekt abgeschlossen sein.

Und die anderen Brachen im Zentrum?

In der Breiten Straße passierte eine Zeit lang wenig Sichtbares, jetzt wird wieder gebaut. „Wir sind voll im Plan“, sagt Stephan Schack, Vorstand der Volksbank Raiffeisenbank Itzehoe, über das Vorhaben des Geldinstituts. Noch werde die Grube vorbereitet, ab Juli solle der Aufbau beginnen. Die Aufträge würden vergeben, und Schack ist froh über die Resonanz: „Wir kriegen Handwerker, auch welche aus der Region.“ Wenn das Wetter mitspiele, solle noch in diesem Jahr Richtfest und in der zweiten Jahreshälfte 2018 die Eröffnung des neuen Geschäfts von Flickenschild „Whisky & Cigars“ gefeiert werden. Und zur Vermietung der Büroflächen in den Obergeschossen liefen „intensivste Verhandlungen“, so Schack.

Bewegung wird es absehbar auch bei der Brache am Holzkamp geben. Im September 2014 wurde dort die Tankstelle abgerissen, geplant sind „zwölf Wohnungen, die meisten davon seniorengerecht“, sagt Jan Affeldt. Der Ingenieur aus Dägeling treibt das Projekt nun allein voran, das sich ursprünglich eine Gruppe von Investoren vorgenommen hatte. „Genehmigt ist es, jetzt sind wir dabei, es umzusetzen.“ Derzeit suche er ein Unternehmen dafür, auch für die gemeinsame Vermarktung der Wohnungen, sagt Affeldt. „Frühestens in diesem Herbst, spätestens im Frühjahr kommenden Jahres soll es losgehen.“

Davon kann bei der Baulücke in der unteren Feldschmiede, früher Eis Casal, nicht die Rede sein. „Mir fehlt die Fantasie, wer es mieten soll und wie wir architektonisch klar kommen sollen“, sagt Michael May von der May & Co. Wohn- und Gewerbebauten GmbH. Geplant war ein zweigeschossiges Gebäude in moderner Optik und ohne großen Dachaufbau – doch die Idee stieß bei Politik und Verwaltung auf wenig Gegenliebe. Für den von der Firma geplanten Bau ließen sich Nutzer finden, sagt May. Kontakt gibt es zu Bäcker Junge, einer „großen Buchhandlung“, auch Textilhändler seien möglich. Aber er hält nichts davon, das Gebäude höher zu gestalten, wie es sich die Stadt wünsche: „Das will ich nicht, weil ich dann Leerstände baue.“

Der Stillstand sei schade, sagt der Unternehmer. „Das Grundstück hat eine Bebauung verdient.“ Der Bürgermeister will es weiter probieren: „Ich versuche zu vermitteln zwischen dem, was machbar ist und dem, was gewünscht ist.“

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